POLITIK
30/12/2018 12:48 CET

Schäuble widerspricht Kubickis AfD-Schelte: "Habe keine Schlägereien erlebt"

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Bloomberg via Getty Images
Wolfgang Schäuble warnt vor Alarmismus. 

► Der Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) widerspricht dem Urteil seiner Stellvertreter Wolfgang Kubicki (FDP) und Claudia Roth (Grüne), nach dem der Umgang im Bundestag mit Einzug der AfD dramatisch verroht sei.

► “Ich habe bisher keine Schlägereien erlebt. Ich würde das auch im Vergleich zu anderen Parlamenten nicht so dramatisieren“, sagte Schäuble im ZDF-“Winterinterview”, das am Sonntagabend ausgestrahlt wird.

Kubicki hatte zuvor in der “Rheinischen Post” kritisiert, es habe einmal “kurz vor einer kleinen Keilerei“ gestanden, weil Zwischenrufe der AfD-Parlamentarier im Bundestag unerträglich gewesen seien.

► Roth sagte dort: “Wir erleben eine Entgrenzung von Sprache, einen Angriff auf demokratische Institutionen und den Versuch der Umdeutung der Geschichte.”

 

Was Schäuble noch sagte: Schäuble widerspricht Kubickis AfD-Schelte: "Habe keine Schlägereien

Schäuble sagte im ZDF, das Parlament sei lebendiger geworden: “Dank der Tatsache, dass wir sechs Fraktionen sind.”

Er sei traurig, dass so viele Menschen geglaubt hätten, sie hätten AfD wählen müssen. “Aber ich muss es respektieren”, erklärte Schäuble. In der Auseinandersetzung mit der AfD werde dann aber ja “manches auch ein Stück klarer”.