POLITIK
11/07/2018 15:54 CEST

Debatte um Mesut Özil: Schäuble attackiert DFB-Funktionäre

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NurPhoto via Getty Images
Wolfgang Schäuble kritisiert den DFB. 

► Die Kritik an DFB-Präsident Reinhard Grindel und Teammanager Oliver Bierhoff wird lauter: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) kritisiert in einem Interview den Umgang des DFB mit der Erdogan-Affäre. 

 “Irgendjemand beim DFB, in dem lauter kluge und hochbezahlte Leute sind, hätte dafür sorgen müssen, dass das nicht so eskaliert”, sagte Schäuble der “Zeit” über die Debatte über Fotos der Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten. 

► Der CDU-Politiker stellte auch klar: “Ein solches Foto mit Erdogan zu machen, war wahrscheinlich nicht klug. Warum allerdings die sogenannten Experten sagen, das sei einer der Gründe für das Ausscheiden der deutschen Mannschaft in der Vorrunde gewesen, verstehe ich nicht.”

Das ist der Hintergrund der Debatte um Özil und Gündogan: 

Seit Mitte Mai läuft die Debatte um die Fotos von Özil und Gündogan. Nach dem WM-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hatten Bierhoff und Grindel in der vergangenen Woche in Interviews Distanz zu Nationalspieler Mesut Özil erkennen lassen. 

Nun reagiert auch die Politik auf diese Debatte.

Özdemir fordert eine Ablösung an der DFB-Spitze:  

Grünen-Politiker Cem Özdemir brachte die Ablösung der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes ins Gespräch. “Wir brauchen dringend einen sportpolitischen Neustart beim DFB, gerne mit neuen Gesichtern”, schrieb er in einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung “Die Zeit”.

Zuvor hatte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, gefordert: “Bierhoff und Grindel müssen zurücktreten, wenn sie in ihrer langen Karriere nichts anderes gelernt haben als: ‘Man verliert als Özil’ anstatt ‘Man verliert als Mannschaft’.”