LIFE
02/08/2018 09:51 CEST | Aktualisiert 02/08/2018 15:39 CEST

Schamhaar-Trend kommt zurück: So wächst der Busch am besten

So trimmt und düngt ihr eure Naturpracht.

Scott Kleinman via Getty Images

Glattrasiert statt Haarpracht: Jahrzehntelang galt der Kahlschlag im Intimbereich als das Maß der Dinge.

Wenn man dem Modemagazin “Vogue” glaubt, zieht jetzt wieder die Natur ein. Der Busch ist zurück.

Und er ist mehr als nur ein Trend vom Komposthaufen der Modegeschichte: Den Trend zurück zur Natur habe zwar Instagram kultiviert, doch immer mehr Frauen lassen ihre Schamhaare einfach wachsen. So entziehen sie patriarchalen Auswüchsen den Nährboden.

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Die Schambehaarung schmückt und nützt

Die Akzeptanz des Schamhaars habe seine Wurzeln in der wachsenden Bewegung zur Akzeptanz des eigenen Körpers, sagte die Anbieterin von Frauenkosmetika Bea Feliu-Espada zur “Vogue”.  

“Frauen werden sich immer bewusster, dass ihre Körper mehr sind als visuelle und sexuelle Lustwiesen”,  bestätigte die New Yorker Gynäkologin Eden Fromberg dem Magazin. 

“Ich habe in den letzten paar Jahren vermehrt sprießenden Haarwuchs bei meinen Patientinnen beobachtet.” sagt Fromberg. “Das ist nicht ungepflegt oder unhygienisch.”

Der Busch schütze “empfindliche Stellen des Körpers” und “fördere das Wachstum” sogenannter Mikrobiome, einer Mikroflora und -fauna von mikroskopischen Nützlingen, die “Infektionen verhindern”.

Ob man nun sparsam trimme oder vorsichtig stutze, nach Jahren des radikalen Kahlschlags mit dem Nassrasierer sei Naturwuchs Neuland für viele Frauen. Doch Düngemittel und Pflegegeräte für den gesunden Wuchs gibt es genug.

Pflegetipps für Schamhaare

Um den Busch in Form oder gar zurückzuschneiden, empfiehlt Gynäkologe Fromberg eine spezielle Trimmschere. Als Haarkantenschneider eigneten sich Elektrorasierer oder Nassrasierer mit natürlichem Rasierschaum.

Eingewachsene Haare sind eine Plage, egal wie man sein Haar pflegt. Dusch-Peelings für den Intimbereich wirken laut “Vogue” jedoch Wunder.

Für eine schonende Reinigung des Busches von Schweiß, Geruch und Bakterien empfehlen sich pH-neutrale Waschlotionen ohne künstliche Zusätze wie Parabene oder Sulfate.

Nach dem Zurückschneiden seien die Enden der Haare häufig besonders kraus und stachelig. Zur Düngung des Busches eigneten sich daher besondere Tinkturen aus Pflanzenölen. Zuletzt brauche der Busch auch Sauerstoff für ein gesundes Wachstum. So solle man ihn regelmäßig lüften und nur mit natürlichen Stoffen wie zum Beispiel Baumwollunterhosen bedecken.

Am Ende gilt jedoch die Regel: Je mehr Busch, desto weniger Arbeit.

(kiru)