WIRTSCHAFT
09/08/2018 09:25 CEST | Aktualisiert 09/08/2018 11:09 CEST

Streik bei Ryanair: So hart rechnen die “Tagesthemen” mit der Fluglinie ab

"Rücksichtslos ausgebeutet!"

  • Die Ryanair-Piloten treten am Freitag in den Streik.
  • Viele Passagiere ärgert das wohl, schuld ist aber das Unternehmen, kommentiert “Tagesthemen”-Experte Immel. 
  • Oben im Video seht ihr Ausschnitte aus dem Kommentar.

Für viele Urlauber wird es ein nervenaufreibender Freitag.

Deutschlandweit streiken die Ryanair-Piloten. Das Geschäftsmodell des Super-Billigfliegers, unter dessen immer neuen Niedrigpreisen die eigenen Angestellten leiden müssen, stößt an seine Grenzen.

In den “Tagesthemen” rechnete nun ARD-Luftfahrtexperte Michael Immel mit Ryanair-Boss Michael O’Leary ab. Immel erinnert dazu an ein Zitat des Unternehmers: “Die Deutschen würden über Glas kriechen für Billgtickets.”

“O’Leary sollte aufpassen, sonst...”

Die Strategie der Dauertiefpreise habe Erfolg gehabt: “Mittlerweile sind die Iren die größte Airline Europas”, erklärt der ARD-Mann. Ein Erfolg auf Kosten der Angestellten.

Die seien jahrelang “rücksichtslos ausgebeutet” worden. “Nur so ist auch zu verstehen, dass kaum einer der Mitarbeiter länger als drei Jahren im Unternehmen bleibt.”

Immel erinnert an einen Skandal aus dem vergangenen Jahr: Damals wurde die Firma angeklagt, weil sie Piloten als Scheinselbstständige beschäftigte. Nun stehe das Unternehmen vor einem großen Konflikt. Das Mitspracherecht der Gewerkschaften passe nämlich nicht mit der “Profitgier” zusammen.

Der Journalist warnt: “O’Leary sollte aufpassen, dass am Ende nicht er über Scherben kriechen muss.”