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14/09/2018 12:44 CEST | Aktualisiert 14/09/2018 13:26 CEST

Ryanair: Mann bemerkt im Flieger, wie fahrlässig die Airline arbeitet

Ein Blick auf den Boarding-Pass des Mannes reichte aus, um den großen Fehler zu entlarven.

  • Ein Ryanair-Passagier hat es geschafft, einen Flug zu boarden, der einen Monat vor seinem gebuchten Flug abheben sollte.
  • Nun steht Ryanair wegen der Sicherheitslücke in Kritik.
  • Oben im Video seht ihr, wie zufrieden Flugpassagiere mit Billig-Airlines wirklich sind.

Ein Ryanair-Kunde aus Großbritannien wollte vergangenen Donnerstag seine Reise nach Girona in Spanien antreten.

Wie die britische Zeitung “The Sun” berichtet, checkte er am Flughafen Bournemouth ein, durchlief zwei Sicherheitskontrollen und den Boarding-Prozess und gelangte ohne Probleme in das Flugzeug. 

Als er dann aber an seinem Sitz ankam und feststellte, dass dieser bereits von einer Frau besetzt war, kam ein großer Fehler der Fluggesellschaft ans Licht.

Einen Monat zu früh im Flugzeug

Die Crew kontrollierte Boarding-Pass des Mannes und bemerkte schnell, was schief gelaufen war: Der Mann hatte einen Flug für den 6. Oktober gebucht, war also einen Monat zu früh.

Es war der 6. September und er hatte es trotzdem ins Flugzeuginnere geschafft. Jeder Kontrollpunkt bis dorthin hatte also komplett versagt.

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Wäre die “Doppelbuchung” beim Sitz nicht aufgefallen, wäre der Mann höchstwahrscheinlich auch einen Monat früher in Spanien gewesen.

Angeblich habe er vor dem Boarding zwei Sicherheitschecks durchlaufen und es sei trotzdem niemandem aufgefallen, dass er sich im Monat geirrt hatte.

Extreme Lücken in der Sicherheitskontrolle

Ryanairs kurzes Statement dazu: “Wir haben unsere Mitarbeiter am Gate dazu angewiesen, so etwas nicht vorkommen zu lassen.”

Eine recht knappe Stellungnahme, bedenkt man, mit wie viel Nachlässigkeit die Angestellten am Flughafen hier gehandelt haben müssen.

Obwohl der Mann scheinbar zu keinem Zeitpunkt eine Bedrohung darstellte, lässt der Vorfall an der Genauigkeit der Sicherheitskräfte zweifeln.

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Vor allem war, zumindest nach jetzigem Stand, nicht von einer mutwilligen Aktion die Rede. Was würde also jemand schaffen, der einen perfiden Plan hätte?

Es ist zu hoffen, dass der Zwischenfall ein Warnschuss für alle Beteiligten ist.

(chr)