POLITIK
16/07/2018 07:50 CEST

Russland Staats-TV feiert Putin-Schilder – und verschweigt, was draufsteht

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► Vor dem Gipfeltreffen zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Amtskollegen Wladimir Putin hat das russische Staatsfernsehen von einem freundlichen Empfang in Helsinki berichtet.  

► So schwärmt “Vesti.ru”, das Nachrichtenportal des staatlichen Senders Rossija 24, von “vielen Schildern mit Begrüßungen auf Englisch und Russisch” in der finnischen Hauptstadt, die nicht zum ersten Mal der Ort von “Schlüsselverhandlungen für den ganzen Planeten” sei.

► Das Problem: Die Schilder weisen Putin auf die mangelnde Pressefreiheit und die Verletzungen von Menschenrechten in Russland hin, wie der BBC-Reporter Steve Rosenberg berichtet 

Was hinter den Schildern beim Treffen zwischen Putin und Trump steckt: 

Im Vorfeld des Gipfeltreffens zwischen dem US-Präsident und dem Kremlchef hat Finnlands größte Zeitung “Helsingin Sanomat” in ganz Helsinki 300 Anzeigetafeln geschaltet.

Laut dem Chefredakteur der Zeitung, Kaius Niemi, habe man Schilder auf dem Flughafen zum Veranstaltungsort aufstellen lassen, die beide Präsidenten auf Englisch und auf Russisch an die Pressefreiheit erinnere. Auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Werbetafeln gemietet.

In Helsinki wollen am Montag zudem Tausende Demonstranten für Menschenrechte, Rede- und Pressefreiheit auf die Straßen gehen.

Was bei dem Gipfel zwischen Russland und den USA auf dem Spiel steht:

Am Montagmittag kommen Trump und Putin in Helsinki zusammen. Ob das mit Spannung erwartete Treffen am Montag konkrete Ergebnisse bringen wird, scheint allerdings zumindest fragwürdig.

Trump selbst dämpfte bereits die Hoffnungen: “Ich gehe mit geringen Erwartungen hinein, nicht mit hohen Erwartungen”, sagte er in einem Interview. Auf Twitter beklagte er, egal, wie gut der Gipfel für ihn laufe werde, der Öffentlichkeit werde das nicht genug sein.

Dabei ist die Ausgangslage durchaus brisant. Das Verhältnis der beiden Atommächte ist gespannt wie seit Jahrzehnten nicht. Streit gibt es unter anderem wegen der US-Sanktionen gegen Moskau und Russlands Rolle in Syrien.

Mit Material von dpa.