NACHRICHTEN
14/07/2018 19:31 CEST | Aktualisiert 15/07/2018 16:29 CEST

Russlands Nationalcoach soll über Doping-Vorwürfe reden – und bricht das Interview ab

Stanislaw Tschertschessow, wie wir ihn kennen.

Valery Sharifulin via Getty Images
  • Stanislaw Tschertschessow wurde in einem Interview mit dem “Spiegel” mit Doping-Vorwürfen konfrontiert. 

  • Statt zu antworten, brach der russische Nationaltrainer das Interview ab und verließ den Raum – sprach dann aber später doch darüber.

Es war ein Interview nach Plan – bis es zu einem Thema kam, das während der Weltmeisterschaft für heftige Diskussionen sorgte.

Russlands Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow wurde von “Spiegel”-Journalisten auf die jüngsten Doping-Gerüchte bei dem Turnier angesprochen.

Russlands Mannschaft hatte bei der Weltmeisterschaft die mit Abstand größte Laufleistung, was Spekulationen über Doping auslöste.

Doping bei der WM? “Fragen Sie mich zu Dingen, die bewiesen sind!”

Die Journalisten fragten ihn deswegen, ob man in Russland Verständnis habe für das Misstrauen gegen russische Sportler.

“Fragen Sie mich zu Dingen, die faktisch bewiesen sind, und ich gebe Ihnen eine Antwort”, soll Tschertschessow in dem Gespräch gesagt haben. Er sei aufgestanden und habe den Raum verlassen.

Obwohl Tschertschessow über all das nicht reden wollte, hatte er nach einer längeren Diskussion mit den “Spiegel”-Journalisten doch noch mehr zum Thema beizutragen.

Russlands Trainer reagierte trotzig

“Russland interessiert nicht, was Sie denken”, sagte in Bezug auf das Misstrauen vieler Kritiker. Man könne, so der Trainer, Ziele “nur mit rechtmäßigen Mitteln erreichen”.

Auch dass der russische Spieler Ruslan Kambolow auf der Verdachtsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur steht, scheint kein Problem für Tschertschessow zu sein. “Kann er nicht auf einer Verdachtsliste stehen?”, lautete seine Gegenfrage.

Wirklich Vertrauen erweckende Antworten des früheren Dynamo-Dresden-Spielers.

 

(sk)