POLITIK
29/11/2018 16:00 CET | Aktualisiert 30/11/2018 09:22 CET

Russland-Affäre: Trumps Ex-Anwalt gesteht Lüge über brisantes Immobiliengeschäft

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The Guardian
Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen. 

► Der ehemalige Anwalt von Donald Trump, Michael Cohen, hat vor Gericht zugegeben, bei einer Anhörung vor dem US-Kongress gelogen zu haben. Das berichten mehrere US-Medien. 

► Cohen hatte im vergangenen Jahr in einer Anhörung behauptet, nur bis Januar 2016 an einem Deal für einen Trump Tower in Moskau gearbeitet zu haben.

► Nun räumte der Anwalt laut der Nachrichtenagentur AP aber ein, dass er noch bis zum Juni 2016 an dem Deal gearbeitet habe. 

Was diese Nachricht für die Russland-Ermittlungen und Trump bedeutet: 

Cohen, der frühere Anwalt von Trump, hatte sich bereits im August schuldig bekannt, 2016 gegen die Gesetze zur Wahlfinanzierung verstoßen zu haben. Dabei ging es um Schweigegeldzahlungen an zwei Frauen, die behaupten, eine Affäre mit dem US-Präsidenten gehabt zu haben. 

Das nun neuerliche Schuldbekenntnis betrifft die Russland-Affäre und fällt damit unter die Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller. 

Für Trump ist das Geständnis brisant: Zwar gab er nach der Wahl zum US-Präsidenten den Vorsitz seines Unternehmens, der Trump Organization, an seine Kinder ab. 

Aber: Auch das Treffen zwischen Donald Trump Jr. und einer russischen Anwältin im Trump Tower in New York fand im Juni 2016 statt. Trumps Sohn versprach sich davon belastendes Material – während der Anwalt seines Vaters offenbar immer noch an einem Deal über ein Projekt in Moskau arbeitete. 

Wie Trump auf die Nachricht reagierte: 

Präsident Trump kritisierte am Donnerstag seinen ehemaligen Anwalt. Cohen sei eine “schwache Person”, sagte er Reportern im Weißen Haus. “Daran wäre nichts falsch gewesen, wenn wir es getan hätten”, betonte Trump auch in Bezug auf das Immobilienprojekt in Moskau. 

Anmerkung: Die Nachrichtenagentur AP hatte zunächst berichtet, Cohen habe zugegeben, bis August 2017 am dem Trump-Projekt gearbeitet zu haben. Die richtige Angabe allerdings ist Juni 2016. Wir haben unseren Bericht dementsprechend angepasst.