POLITIK
18/01/2019 09:39 CET

Russland-Affäre: Donald Trump soll Ex-Anwalt zu Verbrechen angestiftet haben

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Mark Wilson via Getty Images
Bericht um Bericht wird US-Präsident Donald Trumps Lage in der Russland-Affäre kritischer. 

Donald Trump hat laut einem Medienbericht seinen ehemaligen Anwalt Michael Cohen dazu angewiesen, über ein geplantes Bauprojekt für einen Trump-Tower in Moskau vor dem Kongress zu lügen.

► Cohen hatte dem Parlament berichtet, dass Projekt sei seit dem Januar 2016 nicht mehr verfolgt worden. Später gab er zu, es sei erst im Juni des Jahres aufgegeben worden. Laut der Nachrichtenseite “Buzzfeed” soll Trump Cohen beauftragt haben, diese Lüge vor dem Kongress zu erzählen. 

► Cohens wurde für seine Lüge angeklagt, bekannte sich schuldig und kooperiert nun mit Sonderermittler Robert Mueller in der Russland-Affäre gegen Trump. Für weitere Verbrechen wie Bankbetrug und illegale Wahlkampfspenden wurde Cohen zu drei Jahren Haft verurteilt. 

Mehr zum Thema: Trump-Enthüllung: US-Präsident war angeblich bei Schweigegeld-Absprache im Raum

Was die neuen Anschuldigungen gegen Trump bedeuten: 

Falschaussagen und Lügen unter Eid vor dem US-Parlament sind strafbar.

► Stimmen die Informationen von “Buzzfeed”, dann hat der Präsident der Vereinigten Staaten im vergangenen Wahlkampf einen Untergebenen zu einem Verbrechen angestiftet. 

Trump soll Cohen laut der Nachrichtenseite zudem dazu aufgefordert haben, noch während des Wahlkampfs eine Reise nach Moskau und ein Treffen mit Wladimir Putin zu organisieren. Trump soll Cohen gesagt haben: “Mach es möglich.” 

Trump beteuert im Zuge seiner Russland-Affäre stets, keine Absprachen mit Russland getroffen zu haben. Der “Buzzfeed”-Bericht legt nahe: Er hat zumindest versucht, Geschäfte mit dem Kreml zu machen. 

(jkl)