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01/08/2018 12:35 CEST

RTL-"Zahltag": Hartz-IV-Empfänger rastet aus und wütet gegen Experten

"Das müssen wir uns nicht antun. Solche Assis."

RTL / Zahltag
Familie Kempe hat sich im Finale nicht mehr unter Kontrolle.
  • Im Finale der RTL-Doku “Zahltag! Ein Koffer voller Chancen” ist es zu einem Eklat gekommen.
  • Familie Kempe rastete aus und unterstellte den Experten, dass die sich um nichts gekümmert hätten.

Bei der RTL-Sozialdoku “Zahltag! Ein Koffer voller Chancen” bot der Sender drei Hartz-IV-Familien den Ausstieg aus der Arbeitslosigkeit.

Dafür erhielt jede Familie den Regelsatz ihres Hartz-IV-Geldes für ein komplettes Jahr: etwa rund 30.000 Euro.

Das Ziel sollte es sein, den Familien damit einen Neustart bieten zu können.

Unterstützung bekamen die Hartz-IV-Empfänger durch drei Experten: dem Ex-Bürgermeister Heinz Buschkowsky, der ehemaligen Sozialhilfeempfängerin Ilka Bessin sowie dem Gründungsexperten Felix Thönnessen.

Im Finale treffen die Kandidaten nochmal auf die Experten

In der Final-Folge der Sendung trafen sich Kandidaten und Experten wieder – zu einer Schlussbilanz.

Dabei rastete Familie Kempe völlig aus – obwohl sie das Experiment gemeistert hatten. Im Finale verkündeten die beiden stolz, dass beide noch 10.000 Euro übrig hätten. Zudem seien beide ohne Schulden.

Auch die Arbeit klappt: Christiane arbeitet als Erzieherin. Und Yves Kempe macht bereits mit seiner Selbstständigkeit als Kita- und Kommunikationsberater knapp 1200 Euro netto im Monat, wie er den Experten erzählt.

Es gäbe also kein Grund für Frust. Eigentlich.

Der Wendepunkt kam, als Gründer-Coach Felix Thönnessen trocken erwähnte: „1200 Euro ist natürlich nach einem Jahr für einen Selbstständigen pro Monat leider relativ wenig.”

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RTL / Zahltag
Christiane und Yves Kempe haben ihre Emotionen nicht mehr im Griff.

Verbal-Attacke gegen Thönnessen: Yves Kempe rastet aus

Yves Kempe brachte das Zitat komplett aus dem Konzept. Er ging an die Decke und wetterte gegen den Experten: „Ich finde es unverschämt, wie Sie hier als Experten auf Ihrer faulen Haut sitzen. Ich habe Sie nicht als Experten erlebt.“ 

Er warf Thönnessen vor, er habe ihn nicht in seiner Selbstständigkeit gefördert, sondern Kempe lediglich “blöde Alternativjobs” angeboten, zum Beispiel als Verkäufer oder Erzieher.

Für Kempe waren die Arbeiten zu fein, er beharrte in jeder Folge auf seine Kompetenz als Kommunikationsberater. Der Familienvater ließ in der Diskussion nicht locker und fuchtelte bei seiner Wutrede sogar mit dem Finger vor den drei Experten herum.

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“Das müssen wir uns nicht antun. Solche Assis”

Ilka Bessin fand das Benehmen total daneben und sprach Klartext: “Erstmal würde ich den Finger runternehmen, das ist auch eine Art von Kommunikation. (…) So steht man schon mal nicht vor Leuten. Lernt man übrigens auch in der Kommunikationsschule.“

Die Stimmung war nicht mehr zu retten: Yves Kempe schnaubte wütend und stürmte zusammen mit seiner Frau und einem “Wissen Sie was? Ende” aus dem Studio.

Im Vorraum des Studios schmiss das Paar die Mikrofone weg. Yves Kempe redete seiner Frau zu: “Das müssen wir uns nicht antun. Solche Assis.“

Die Experten guckten sich ratlos an. Buschkowsky brachte die Situation auf den Punkt: “Für einen Kommunikationspsychologen war das eben ein Desaster.“

(kiru)