ENTERTAINMENT
24/09/2018 17:20 CEST

Royals-Serie "The Crown" auf Netflix: Eine Szene regt die Queen auf

Über eine Szene soll Queen Elizabeth II. alles andere als "amused" gewesen sein.

Tim Graham via Getty Images
Queen Elizabeth II. versteht keinen Spaß, wenn es um die Royal-Serie The Crown auf Netflix geht.
  • Auf Netflix erfreut sich die Royal-Serie “The Crown” großer Beliebtheit – sie thematisiert die frühen Regierungsjahre von Queen Elizabeth II.
  • Auch die Königin selbst sei ein großer Fan der Serie – doch eine Szene änderte alles.

Royal-Themen sind beliebt – besonders im Fernsehen. Das hat auch der Drehbuchautor Peter Morgan festgestellt, nachdem er die britische Serie “The Crown” (zu Deutsch: Die Krone) schrieb.

Auf der Online-Streaming-Plattform Netflix erfreut sich die Royal-Serie über das Leben der jungen Queen Elizabeth II. großer Beliebtheit.

So auch bei der britischen Königsfamilie selbst. Das dürfte sich jetzt wohl aber geändert haben.

Denn: Eine Szene in der neunten Folge der zweiten Staffel soll die Königin rasend gemacht haben.

Eine Szene zeigt Prinz Philip, wie er total herzlos mit Prinz Charles umgeht

Die umstrittene Folge thematisiert Charles’ schlechte Erfahrungen im Internat in Gordonstoun, die bereits sein Vater Prinz Philip besucht hatte.

Dort soll Prinz Charles von seinen Mitschülern gemobbt worden sein. Die Schuld sei deshalb oft auf dessen Vater zurückgefallen sein. Schließlich schickte er seinen Sohn auf eben diese Schule.

Ein anonymer Hofbeamter sagte der britischen Tageszeitung “Express”, dass die Queen sehr unzufrieden über diese Episode gewesen sein soll.

Mehr noch: Sie soll verärgert gewesen sein über die Art, wie ihr Mann als Vater dargestellt wurde.

“Sie war besonders genervt von einer Szene, in der Philip keine Sympathie für  Charles hat”

“Sie war besonders genervt von einer Szene, in der Philip keine Sympathie für  Charles zeigt, während er ihn aus Schottland nach Hause bringt. Das ist einfach nicht passiert”, sagte der Insider.

Der Historiker Robert Lacey sagte der Zeitung, dass Prinz Philipps Absichten, Charles nach Gordonstoun zu schicken, gut gemeint waren.

Dennoch habe man Philip als herzlos und grausam dargestellt, weil “er wollte, dass Charles auf diese Schule geht”.

Bekannt ist nur, dass Prinz Charles diese Schule besucht hat – nicht aber, ob er wirklich gehänselt wurde, geschweige denn, wie Prinz Philip auf seinen Sohn reagiert hat.

Auch die Queen habe bereits erkannt, “dass viele Zuschauer denken, alles was sie in der Serie sehen, wäre auch genau so passiert. Dabei seien ganze Episoden nie so passiert. Daran kann sie aber nichts ändern”, erklärte der anonyme Hofbeamte. 

Der Autor Hugo Vickers, der bereits eine Biografie über Queen Elizabeth geschrieben hat, hält die Netflix-Serie ebenfalls für ein fiktives Konstrukt: 

“Das Problem ist, dass es gut geschrieben, gut gespielt und verschwenderisch gefilmt wird. Was es viel schlimmer macht, da es die Wahrheit pervertiert - ganze Episoden basieren auf Erfindungen.”

(chr)