WIRTSCHAFT
13/04/2018 11:12 CEST | Aktualisiert 13/04/2018 11:47 CEST

Rossmann-Kunden entsetzt über Verpackung der Gesichtsmasken: "Sehr gefährlich"

“Würde mir das Zeug definitiv aus Reflex direkt in den Mund quetschen.”

tupungato via Getty Images
Die Verpackung der limitierten Gesichtsmasken kam bei vielen Kunden nicht gut an. (Symbolbild)
  • Rossmann preist eine limitierte Gesichtspflege an
  • Doch gerade die Verpackung kommt bei vielen Kunden nicht gut an

Der Drogeriekonzern Rossmann wirbt auf Facebook mit limitierten Tonerde-Gesichtsmasken seiner Eigenmarke Isana.

Die Sache hat nur einen Haken: Wegen der Verpackung der Gesichtsmasken reagieren viele Kunden, insbesondere Mütter, entsetzt.

Gesichtsmasken haben Verpackung in Form von Quetschie

Die Gesichtsmasken werden nämlich als Quetschies konzipiert. Das sind Tüten, bei denen man den Inhalt hinaus quetschen kann.

Gerade Eltern dürften diese Verpackung kennen: Oftmals bieten Lebensmittelgeschäfte püriertes Obst für Kleinkinder in solchen Verpackungen an. Auch der Fast-Food-Konzern Mc Donald’s hat die Obst-Quetschies bereits ins Sortiment aufgenommen.

Der Vorwurf: Da diese Verpackung gerade bei kleineren Kindern suggeriere, dass es sich bei dem Inhalt um etwas Essbares handeln könne, empfinden viele Kunden die Anpreisung dieser Gesichtsmasken als schwierig.

Die Reaktionen auf den Facebook-Post von Rossmann zeigen: Viele Menschen verbinden die Verpackung sofort mit dem Obst-Quetschie.

Diese Kundin sieht das ebenso: “Würde mir das Zeug definitiv aus Reflex direkt in den Mund quetschen.”

Eine andere Rossmann-Kundin ist auch der Meinung, bei der Verpackung sofort an etwas Essbares denken zu müssen.

Für diese Facebook-Nutzerin steht fest, dass die Verpackung sehr gefährlich werden kann.

Oder: “Wenn meine Kinder die in die Hand bekommen würden, würde das nicht gut aus gehen.”

Dass Kinder auch mal zu Produkten greifen, die gar keine Lebensmittel sind, weiß diese Kommentatorin nur zu gut. Sie selbst habe als Kind Zahnpasten und Cremes gegessen, obwohl sie keine Nahrungsmittel seien.

Und fügt noch hinzu: “Ich bin ehrlich, ich habe bei dem Bild auch als erstes an die Fruchtquetschies gedacht. Warum sollte also ein Kleinkind das nicht assoziieren?”

In der Facebook-Diskussion geht es auch um die Frage, ab wann die Gesichtsmasken für Kinder gefährlich sein könnte: Bereits beim Kauf im Laden oder erst wenn die Gesichtsmasken daheim im Regal liegen?

Für diese Kundin ist klar: Schon beim Einkauf müssten die Mamas aufpassen.

Andere erkennen die Gefahr darin, dass ihre Kinder auch mal “alleine ins Badezimmer” dürften. “Und da würde sich das Kind natürlich wundern, wieso das Teil im Badezimmer liegt und schnell wäre das Zeug probiert.”

Wie solle also ein kleiner Junge beurteilen können, was wirklich essbar sei, wenn die Verpackungen fast identisch aussehen würden?

Damit das Problem des Fruchtmus-Quetschies gar nicht erst aufkommt, macht eine Kommentatorin diesen Vorschlag: “Wie wäre es denn, wenn man seinen Kindern mal eine echt Banane oder Apfel schält, dann kennen die nämlich keine Quetschies.”

(jds)