NACHRICHTEN
14/08/2018 12:34 CEST

Rom: Touristen wollen Selfie machen – wenig später muss Polizei eingreifen

Ganz schön (Sel-)fies!

  • Vergangenen Samstag ist in Rom ein Streit um den besten Selfie-Platz eskaliert.
  • Die zwei Frauen, die am späten Nachmittag aufeinander losgingen, mussten von der Polizei getrennt werden.
  • Die ganze Szene seht ihr im Video oben.

Die Älteren unter euch erinnern sich wahrscheinlich noch: Es gab mal eine Zeit, in der wir in den Urlaub fahren konnte, ohne dabei alle acht Minuten ein Foto von uns vor diversen Sehenswürdigkeiten zu machen.

Damals erzählten wir den Daheimgebliebenen von der Erlebnissen, zeigten eventuell ein Foto vom Strand, alle heuchelten Interesse vor und die Sache war gegessen. 

Inzwischen ist das alles nicht mehr so einfach: Ist man überhaupt im Urlaub gewesen, wenn man nicht mit 700 Selfies im Gepäck wieder auf heimischem Boden aufschlägt?

Wie ernst der Dokumentationswahn in der Reisezeit wirklich ist, bewiesen nun zwei Frauen in Rom. Eine 19-jährige Holländerin und eine 44-jährige US-Amerikanerin wurden dort nämlich handgreiflich.

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Prügeln um den besten Selfie-Platz 

Die beiden standen vor dem Trevi-Brunnen, einem der beliebtesten Touristenplätze der ganzen Stadt. Dort kam es dann zur Auseinandersetzung: Die Frauen konnten sich nicht darauf einigen, wer nun zuerst den in ihren Augen besten Selfie-Platz für sich beanspruchen durfte. 

Es dauerte nicht lange und die beiden schlugen aufeinander ein. Ihre Familien schalteten sich sofort ein. Schlussendlich waren acht Menschen damit beschäftigt, die Frauen auseinanderzuhalten.

Die Polizei kam nur wenige Minuten später zum Ort des Geschehens und schlichtete den Streit. 

Ständiges Touristen-Chaos 

Die Auseinandersetzung passierte nur einige Tage nachdem die Stadtverwaltung verkündet hatte, an einem festgelegten Zugangsweg zu arbeiten, um das ständige Touristen-Chaos am Brunnen in den Griff zu bekommen. 

Außerdem hatte Bürgermeister Virginia Raggi letztes Jahr ein Gesetz erlassen, das es der Polizei erlaubt, am Brunnen besonders hohe Geldstrafen zu verhängen. Wer am Brunnen picknickt, seine Füße ins Wasser taucht oder gar schwimmen geht, muss mit einer Strafe von bis zu 240 Euro rechnen. 

Die beiden Frauen kamen laut Polizei nur mit einigen blauen Flecken davon. 

 

(chr)