LIFESTYLE
22/02/2018 10:20 CET | Aktualisiert 23/02/2018 10:19 CET

München: Bäckerei Rischart stark kritisiert – wegen dieser Kuchen

Bei der neuesten Kreation der Auslage der Bäckerei Rischart ist einiges schief gelaufen.

  • Ein Münchner Umweltverein hat den beliebten Bäcker Rischart öffentlich angegriffen
  • Grund des Streits: Ein dick in Plastik verpackter Kuchen des Unternehmens
  • Mehr zu dem Fall seht ihr im Video oben

Die Bäckerei Rischart ist eine Institution in München. An vielen Bahnhöfen und einer großen Filiale am Marienplatz lockt sie Kunden mit unterschiedlichen Sandwiches, Broten und Kuchen an. Doch bei der neuesten Kreation ist einiges schief gelaufen. 

Das findet zumindest der Münchner Verein Green City, der sich für mehr Umweltschutz in der bayerischen Landeshauptstadt einsetzt. Green City hat am Montag ein Bild der Rischart-Auslage auf Facebook gepostet, auf dem mehrere Kuchen der Bäckerei zu sehen sind. 

► Das Fatale: Die auf den ersten Blick lecker aussehenden Gebäckstücke sind in viel Plastik verpackt. 

Kuchen in Plastikschalen bei Rischart

Der Umweltverein schreibt zu dem Bild: “Ach, Max Rischart’s Backhaus KG... Die ganze Welt redet vom riesigen Müllproblem. Und was macht Ihr? Packt Eure Kuchen seit kurzem in Plastikschalen. Muss das sein? Wir glauben nein.”

Der Verein scheint damit einen Nerv zu treffen. Viele Facebook-Nutzer haben dieselbe Meinung, vergeben einen wütenden Smiley auf den Beitrag oder geben dem Verfasser mit einem Kommentar recht. 

► Doch einige Nutzer finden auch, dass die Reaktion auf den Plastik-Guglhupf übertrieben ist.

Maximilian H. schreibt: “Hier wird doch aus einer Mücke ein Elefant gemacht! Ich kann schon verstehen, dass man glasierte Kuchen mit einer Plastikschale für den Transport sichert. Echauffiert euch doch lieber mal über die ganzen in Plastik verpackten Obst- und Gemüsesorten mit natürlichem Schutz (Schale) die Tag für Tag über die Supermarkttheken wandern!”

Viele Supermärkte sind in letzter Zeit ebenfalls in Kritik geraten, weil die Obst- und Gemüsetheken gerade so vor Plastik überquellen. Ein Bild, das Twitter-Nutzer Schlicki am 14. Januar geteilt hat, verdeutlicht das Problem:

Schlicki macht in seinem Post deutlich, wie paradox das Vorgehen einiger Supermarktketten ist. Einerseits verkaufen sie im Kassenbereich keine Plastiktüten mehr – andererseits verpacken sie einzelne Salatköpfe in Plastik. 

► Dass das Folgen für die Kunden haben kann, vergessen diese offenbar häufig.

Mikroplastik ist überall

Jeder von uns nimmt täglich eine bedenkliche Menge des Stoffs zu sich und bemerkt es noch nicht einmal. Das ist nicht verwunderlich, immerhin handelt es sich dabei um winzige Plastik-Partikel, die wir sogar durch Leitungswasser zu uns nehmen. 

Mikroplastik, sprich die kleinen Kunststoffteilchen, finden sich überall in unserem Alltag. Und Rischart leistet mit seinen großzügig verpackten Kuchen einen weiteren Beitrag dazu. 

Die Bäckerei hat zu den Vorwürfen des Vereins Stellung bezogen. Sie beteuert, dass dem Unternehmen die Entscheidung hin zu der Plastikverpackung nicht leicht gefallen ist und intern lange darüber berichtet wurde. 

► Zudem will Rischart jetzt prüfen, ob es nicht eine umweltfreundlichere Verpackung für den Guglhupf gibt.

Der Umweltverein ist mit der Antwort allerdings gar nicht zufrieden und nennt Rischarts Text eine “Beantwortung von der Stange”.

Mehr zum Thema: Ich habe versucht, in meinem Alltag komplett auf Plastik zu verzichten - und bin kläglich gescheitert

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