BLOG
04/05/2018 16:48 CEST | Aktualisiert 04/05/2018 16:48 CEST

Richtig verhalten: Das sollte man tun, wenn der Hund wegläuft!

Jeder Hundebesitzer hat dieses Verhalten sicherlich schon einmal erlebt: Man ruft nach dem Hund, der sich dazu entschieden hat, vom Herrchen Reißaus zu nehmen und das Abrufen zu ignorieren. In derartigen Fällen tut der Hund dies jedoch nicht etwa aus Boshaftigkeit, sondern folgt meistens lediglich seinem Jagdtrieb. Folglich ist guter Rat immer teuer, aber man kann diverse Tipps beherzigen.

Jagdverhalten ist meistens schuld am Verhalten des Hundes

Es ist das Horrorszenario eines Hundebesitzers schlechthin: Der eigene Hund läuft weg und hört auf kein weiteres Signal mehr. Während gemeinhin die Ansicht kursiert, dass dies vorrangig bei jungen Hunden oder solchen passiert, die schlicht und ergreifend schlecht erzogen worden sind, ist es in vielen Fällen lediglich der Jagdtrieb, der mit dem Tier durchgeht. Damit dieser geweckt wird, genügen schon latente Fährten, die das Tier beispielsweise im Wald wittert. Schließlich war es früher für jede Menge Rassen essenziell, sich auf die Suche nach passender Beute zu begeben, um das eigene Überleben zu sichern. Es liegt zwar auf der Hand, dass dieses Verhalten gerade bei Hunden, die in einer Familie leben, äußerst unerwünscht ist, allerdings lässt es sich bei speziellen Rassen nur schwerlich kontrollieren. Namentlich sind dies vor allem Jagdhundewie die folgenden:

1. Deutsch Kurzhaar

2. Deutsch Langhaar

3. Beagle

4. Deutsche Bracke

Es gibt noch jede Menge weitere Jagdhunde, zum Beispiel auch den besonders bei Familien beliebten Golden Retriever. Dieser fällt gemäß seiner Klassifizierung in Gruppe 8, in der sich die sogenannten Apportierhunde, Stöberhunde und Wasserhunde befinden.

Infografikquelle: www.frankonia.de

Grafik: Wenn der Hund erst einmal weg ist, gilt es, ihn auf jeden Fall schnellstmöglich wiederzufinden. Infografikquelle: www.frankonia.de

Abruf-Signal muss immer wieder richtig trainiert werden

Um nun bestmöglich zu vermeiden, dass man irgendwann einmal seinen Hund suchen muss, sollte man stets darum bemüht sein, das Abrufen zu trainieren. Als Hundebesitzerlernt man für gewöhnlich relativ schnell, dass das Ganze ein langwieriger Prozess ist, den man mit der Zeit immer mehr festigen muss. Um das zu erreichen, kann man theoretisch jeden Spaziergang zum Üben benutzen:

- Ruft man den Hund hier regelmäßig zurück, gewöhnt sich auch der Hund an diese Vorgehensweise

- Wichtig ist, den Hund zu belohnen, wenn er auf das Abruf-Signal richtig reagiert hat

Entgegen der Ansicht vieler Hundebesitzer müssen Hunde in jeder Situation im Alltag abrufbar sein. Gerade das macht es allerdings so schwierig, denn besonders dann, wenn man den Hund noch nicht so lange besitzt, ist das Verhalten auch des Öfteren nur schwer vorhersehbar, geschweige denn nachvollziehbar.

Vorsicht ist bei Hunden immer bessere als Nachsicht

Bildquelle: 4 PM production – 708732331 / Shutterstock.com

Bild: Damit man noch lange Freude an dem Hund hat, empfiehlt es sich, sich gut um ihn zu kümmern. Bildquelle: 4 PM production – 708732331 / Shutterstock.com

Damit das Verhältnis von Mensch zu Hund so gut wie möglich ist, ist es außerdem hilfreich, wenn man als Hundebesitzer das Tier beim Gassigehen permanent beschäftigt. Das kann etwa mit einem Ball passieren, der dem Hund beibringen soll, sich von anderen Tieren nicht ablenken zu lassen. Damit die Aufmerksamkeit auf dem Halter des Hundes liegt, kann es auch sinnvoll sein, immer mal wieder Spielsachen des Hundes zu verstecken oder sich auch selbst als Halter ab und zu hinter einen Baum zu stellen. Dadurch soll der Hund angeregt werden, nach dem Halter zu suchen, wofür er bei entsprechendem Erfolg eine Belohnung zu erhalten hat. Mit der Zeit lernt man als Halter auch, die Körpersprache des Hundes richtig zu deuten und einzuschätzen, wie er sich in bestimmten Situationen verhalten wird. Da man als Hundebesitzer für sein Tier haftet, ist es auch wichtig, stets die Umgebung nach potenziellen Gefahren oder Beutetieren zu scannen. Bestenfalls geschieht dies natürlich, bevor der Hund diese entdeckt. Vorsicht ist beim Hund immer besser als Nachsicht, denn:

1. Hunde können auch eine Gefahr für andere Hunde oder Halter sein

2. Hunde können sich durch unkontrolliertes Verhalten auch selbst verletzen

Beherzigt man die vorangegangenen Tipps, wird man auch dem Tier ein bestmögliches Leben bei sich ermöglichen.

Bildquelle:

- 4 PM production – 708732331 / Shutterstock.com

- https://www.frankonia.de/blog/2018/04/hund-weg-was-tun/

Quellen:

- https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/recht/buergerliches-recht/tierhalterhaftung/

- https://futalis.de/hunderatgeber/hunderassen/deutsche-jagdhunde

- https://www.huffingtonpost.de/entry/tierisch-toller-trend-hundebesitzer-mochten-ihr-tier_de_5a683e03e4b0778013de4e12