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14/11/2018 18:29 CET | Aktualisiert 15/11/2018 10:50 CET

Rheinland-Pfalz: 3-Jähriger wird im Bus vergessen – Tortur dauert 5 Stunden

Der Junge machte einen verstörten Eindruck, als er aus dem Bus befreit wurde.

Valery Matytsin via Getty Images
Kleiner Junge musste stundenlang in einem Bus ausharren. (Symbolbild)
  • Ein dreijähriger Junge ist in einen Bus vergessen worden.
  • Deshalb musste er mehrere Stunden in dem Fahrzeug warten, bis ihn jemand befreite.

Das dürfte wohl eine Horror-Vorstellung für alle Eltern sein: Ein dreijähriger Junge befand sich nicht mehr in dem Bus, der ihn eigentlich vom Kindergarten nach Hause befördern sollte.

Der Grund: Das Kind wurde bereits bei der Hinfahrt im Kleinbus vergessen.

Danach musste der Dreijährige fünf Stunden in dem Fahrzeug auf dem Betriebshof des Unternehmens ausharren – bis er befreit wurde.

Seine Eltern waren überaus geschockt und machten den Fall daraufhin öffentlich. Darüber berichtete die Tageszeitung “Wormser Zeitung”.

Normalerweise ist eine Erzieherin dabei

Am vergangenen Donnerstag setzte die Familie den Kleinen in Sankt Katharinen in Rheinland-Pfalz in einen Kleinbus, der ihn zu seinem Kindergarten bringen sollte.

Doch dort kam der Junge nie an. Normalerweise ist bei der Ankunft neben dem Busfahrer auch eine Erzieherin dabei, die den Kindern beim Aussteigen hilft.

Doch an diesem Tag blieb der Dreijährige einfach im Bus sitzen.

Wie er übersehen werden oder es nicht auffallen konnte, dass er im Kindergarten fehlt, ist nicht bekannt. Das sind nun die Fragen, auf die seine Eltern eine Antwort wollen.

Kleiner Junge wurde eingesperrt, er musste fünf Stunden im Bus ausharren

Fakt ist: Der Junge fuhr unbemerkt mit dem Busfahrer weiter – bis zu dem Gelände des Bus-Betreibers. Hier wurde der Dreijährige in dem Fahrzeug eingesperrt.

Fünf Stunden musste der Junge ausharren – erst dann wurde er befreit.

Grund dafür war der Rücktransport der Kita-Kinder, für den ein anderer Bus eingesetzt wurde.

Weil die Eltern ihren Sohn in dem Fahrzeug nicht entdeckten, riefen sie beim Kindergarten an. Dort erfuhren sie, dass ihr Junge nie angekommen sei.

Die einzig logische Konsequenz: Der Dreijährige musste noch in dem Kleinbus vom Morgen sein.

Die Eltern riefen beim Busunternehmen an, worauf eine Mitarbeiterin das Fahrzeug kontrollierte und den Jungen schlafend vorfand.

Bus-Unternehmen äußert sich zu dem Vorfall

Glück im Unglück: Die Eltern rasten sofort zum Betriebsgelände, um den Sohn abzuholen. 

Wie die Eltern der Zeitung berichteten, habe sich der Dreijährige noch im Kleinbus befunden. Dort habe er verstört gewirkt, habe vom Weinen verquollene Augen gehabt und sei am Körper nass geschwitzt gewesen.

Inzwischen äußerte sich auch das Bus-Unternehmen zu dem Vorfall.

Laut “Wormser Zeitung” sei der Fahrer ein zuverlässiger Mitarbeiter, der tief betroffen vom Geschehen sei.

Die Kreisverwaltung, die das Bus-Unternehmen zur Beförderung der Kinder einstellte, reagierte ebenfalls: Sie suspendierten den Fahrer vorerst. Die Behörde wolle den Vorfall zunächst prüfen.

(kiru)