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12/03/2018 18:25 CET | Aktualisiert 12/03/2018 18:25 CET

Reichstagskuppel statt Kuppelshow: Ex-RTL-Bachelor Leonard Freier will in die Politik

© Cathleen Herwarth von Bittenfeld
Ex-Bachelor Leonard Freier

Leonard Freier ist selbständiger Unternehmensberater und Fernsehdarsteller aus Berlin. Bundesweite Bekanntheit erreichte der 32-Jährige im Jahr 2016 durch seine Teilnahme an der RTL-Fernsehshow „Der Bachelor“. Im Dezember verkündete Freier sein Liebes-Comeback mit Ex-Freundin Caona, mit der er eine gemeinsame Tochter hat. Sven Lilienström, Gründer der Initiative Gesichter der Demokratie, sprach mit Leonard Freier über politisches Engagement, soziale Netzwerke und No-Go-Areas in Berlin.

Der Demokratiebegriff ist abstrakt. Viele Menschen nehmen Demokratie eher als Staats- und weniger als Lebensform wahr. Was bedeutet Demokratie für Dich ganz persönlich Leonard?

Demokratie bedeutet für mich ganz persönlich, Entscheidungen selbst zu treffen, mitzubestimmen und das Recht als auch die Pflicht zu haben, zu wählen, sich einzubringen und meine Zukunft sowie die meines Kindes mitzubestimmen.

In einem aktuellen Blogeintrag hat Facebook eingeräumt nicht sicher zu sein, ob soziale Netzwerke unter dem Strich gut für Demokratien seien oder nicht. Was denkst Du über Facebook, Instagram und Co?

Die sozialen Netzwerke beeinflussen unsere heutige Gesellschaft noch wesentlich stärker, als es die klassischen Medien zuvor vermochten. Die Menschen werden 24 Stunden, 365 Tage im Jahr durch Bild, Ton und Text beschallt - somit bewusst als auch unbewusst beeinflusst. Ich selbst denke, dass ich eine Verantwortung gegenüber den Menschen habe, die mir in den sozialen Netzwerken folgen. Ich nehme diese Verantwortung wirklich ernst.

Deshalb versuche ich meine Follower darauf hinzuweisen, stets das Beste aus ihrem Leben zu machen. Ich versuche ihnen mitzugeben, dass es wichtig ist, sich gesund zu ernähren, ein wenig Sport zu treiben, engagiert im Job zu sein, eigene Ziele zu verwirklichen und anderen Menschen sozial, offen und hilfsbereit zu begegnen.

Du teilst regelmäßig Erlebnisse mit Deinen Fans auf Facebook und Instagram. Welche Erfahrungen hast Du mit sogenannten „Hatern“ gemacht?

Ich denke, jede Person des öffentlichen Lebens wird von einigen Menschen geliebt oder gehasst. Man kann es leider nicht immer jedem Recht machen. Das ist auch nicht weiter schlimm. Hätten wir alle die gleiche Meinung, wäre dies schon ziemlich monoton und auch gefährlich.

Ich beziehe mich hauptsächlich auf das Positive. Ich bin nämlich sehr dankbar für jeden Support, den ich erhalte.

Die Frage nach „No-Go-Areas“ in Berlin verneinte der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in einem kürzlich erschienenen Interview. Wie sicher ist unsere Hauptstadt Deiner Meinung nach?

Seit meiner Geburt lebe ich in Berlin. Ich habe die Stadt mehrere Male für längere Zeit verlassen, bin jedoch immer zurückgekehrt. Ich liebe meine Stadt und fühle mich - dank der Menschen - in ihr auch sicher. Hass und Missgunst wird es immer geben. Es wird immer Menschen geben, die versuchen, uns damit zu vergiften und zu ängstigen. Glücklicherweise habe ich in Berlin so jemanden noch nie getroffen!

Laut einer aktuellen Studie spielt die äußerliche Attraktivität für den Wahlerfolg von Politikern eine immer größere Rolle. Woran liegt das? Schon einmal darüber nachgedacht in die Politik zu gehen?

Ja, schon des Öfteren. Ich finde, es ist eine sehr verantwortungsvolle und wichtige Aufgabe. In einem demokratischen Staat ist es wichtig, dass sich viele Menschen engagieren und ihre Zukunft mitbestimmen. Ich habe einige Bekannte, die in verschiedenen Parteien politisch engagiert sind. Bisher ist es mir noch nicht gelungen, mir die Zeit zu nehmen, um mich selbst einzubringen. Aber das steht noch auf meiner Liste der Dinge, die mir in meinem Leben wichtig sind - dieses Kapitel ist für mich sicherlich noch nicht abgeschlossen! Und was die Attraktivität angeht werden Männer bekanntermaßen im Alter noch attraktiver, deshalb habe ich noch Zeit.

Seit Deiner Teilnahme an der RTL-Fernsehshow „Der Bachelor“ sind zwei Jahre vergangen. Welche Projekte planst Du aktuell und worauf dürfen sich Deine Fans demnächst freuen?

Das stimmt! Es sind schon zwei Jahre vergangen. Die Zeit verfliegt so schnell. Es passiert so viel in meinem Leben, mein Leben ist so vielseitig. Wenn Ihr Genaueres wissen wollt, schaut gerne auf meinen Social-Media-Plattformen vorbei.

Lieber Leonard, wie viel Privates von Dir kennen die Menschen in Deutschland und gibt es ein kleines oder großes Geheimnis, was Du Deinen Fans heute verraten möchtest?

Ich bin schon sehr aktiv auf meinen Social-Media-Kanälen und gebe recht viel von meinem Privatleben bekannt. Ich möchte jedoch authentisch bleiben und das schafft man nur mit Ehrlichkeit oder dem einen oder anderen Einblick in die eigenen vier Wände.

Ich habe noch einige Pläne für das Jahr 2018 und ich kann auf jeden Fall so viel verraten: Es wird spannend!

Vielen Dank für das Interview Leonard!