POLITIK
16/12/2018 17:42 CET | Aktualisiert 16/12/2018 17:50 CET

Brüssel: Rechte Proteste gegen den UN-Migrationspakt enden in Gewalt

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Anadolu Agency via Getty Images
Demonstranten stoßen mit Polizisten zusammen. 

► Nach einer Demonstration rechter Gruppen gegen den UN-Migrationspakt ist die Polizei am Sonntag in Brüssel mit Tränengas und einem Wasserwerfer gegen Gewalttäter vorgegangen.

69 Menschen wurden wegen Sachbeschädigung in Gewahrsam genommen, wie der Brüsseler Bürgermeister Philippe Close der Nachrichtenagentur Belga sagte.

► Die Gewalt ging dem Bericht zufolge von Teilnehmern der rechten Kundgebung im Europaviertel aus. 300 bis 400 Demonstranten hätten versucht, ins Gebäude der EU-Kommission einzudringen. 

Randalierer hätten Steine und andere Gegenstände geworfen, berichtete ein Belga-Korrespondent. Die Polizei sei sofort eingeschritten. Am späten Nachmittag hatte sich die Lage dem Bericht zufolge beruhigt.

Was ihr noch zur der rechten Demonstration wissen müsst:

Der von rechten und rechtsextremen flämischen Gruppen organisierte “Marsch gegen Marrakesch” richtete sich gegen den am vergangenen Montag in Marokko gebilligten UN-Pakt. An der Demonstrationen nahmen laut Polizeiangaben insgesamt etwa 5500 Menschen teil.

Sie forderten Belga zufolge Vorrang für “das eigene Volk”, geschlossene Grenzen und den Rücktritt von Regierungschef Charles Michel. 

Eine linke Gegendemonstration zog etwa tausend Menschen an. Nach Angaben von Bürgermeister Close demonstrierten sie ohne Zwischenfälle mehrere Kilometer entfernt in der Nähe des Parc Maximilien. Eine Gruppe der Protestbewegung “Gelbe Westen” unterstützte die Gegendemonstranten und distanzierte sich von dem rechten Aufmarsch.