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06/04/2018 15:46 CEST

"Ready Player One" im Kino: Wer den Spielberg-Film meiden sollte

Die Botschaft der Romanverfilmung ist trotzdem wichtig.

2016 Warner Bros
Als der Erschaffer der virtuellen Realität OASIS stirbt, eröffnet er den Wettbewerb auf sein Erbe. "Ready Player One ist der Kinostart der Woche.
  • Der Kinofilm der Woche: “Ready Player One” startet am 5. April
  • Was Filmfans bei dem neuen Spielberg erwarten können

“Ready Player One” – das Kino-Highlight am Donnerstag, den 5. April: Bereits mit Filmen wie “E.T.”, “Krieg der Welten” oder “A.I. – Künstliche Intelligenz” hat Steven Spielberg bewiesen, dass für das Science-Fiction-Genre niemand besser geeignet ist, als er. Für die Realisation der Verfilmung des Romans von Ernest Cline kommt deshalb nur der einzig Wahre in Frage.

Darum geht’s in “Ready Player One”

Im Jahr 2045 ist die Welt heruntergekommen, die Umwelt ist verschmutzt, die Erde überbevölkert. Die meisten Menschen leben in Armut und auch der junge Wade Owen Watts (Tye Sheridan) sieht in der dystopischen Welt keinen Sinn mehr.

Deshalb setzt er all seine Hoffnungen in die virtuelle Realität OASIS, in der man alles sein kann, was man sich vorstellen kann. Er entscheidet sich dazu, der junge Held namens Parzival zu sein.

Es ist der exzentrische Programmierer James Donovan Halliday (Mark Rylance), der OASIS erschaffen und nach seinem Tod der ganzen Welt mitteilt, dass er in der virtuellen Welt ein Rätsel hinterlassen hat.

Derjenige, der die Herausforderung meistert, erbt sein Vermögen und die Kontrolle über OASIS. Es beginnt ein Kampf um die unwirkliche Welt und Wade hat mit seinen Freunden Aech (Lena Waithe) und Art3mis (Olivia Cooke) bereits die erste Aufgabe nicht bestanden. Sie geben jedoch nicht auf und treten gegen den skrupellosen Konzernchef Nolan (Ben Mendelsohn) an, der sich OASIS unbedingt unter den Nagel reißen will.

Der Style wird nicht jeden glücklich machen

Wohin flieht man am liebsten, wenn die Welt um einen herum zerbricht und praktisch in Trümmern liegt? Richtig, in die 80er.

► Auch wenn der dystopische Bestseller-Roman erst 2010 erschien, so dreht sich in der absoluten Nerdbibel und auch in der Verfilmung in der virtuellen Welt alles um die 80er-Jahre: Filme, Videospiele, Musik, Mode, Technik und bekannte Zitate der bunten Zeit zieren die Leinwand.

Wer mit der Videospiel-Optik und dem Kult der 80er nichts anfangen kann, der wird eventuell visuell überreizt. Spielberg hat mit der Verfilmung einen Nostalgietrip in die Zeit ermöglicht, die von ihm selbst so mitgeprägt wurde.

Lasst euch von den 80ern mitreißen:

Die sozialkritische Komponente

Schillernd, bunt und rasant geht es durch die verlockende, virtuelle Realität OASIS. Genau dahinter steckt jedoch eine wichtige Botschaft:

►  So sehr die virtuelle Realität von unserer echten Realität nicht mehr weit entfernt ist, ist sie nicht real und wird es niemals sein.

Der Film beleuchtet die Schattenseiten der glänzenden Illusion, die so viel besser als das reale Leben scheint. Ein Beispiel dafür ist die Liebe zwischen Parzival und Art3mis. Die beiden kennen sich nur in der virtuellen Realität und so erfährt Wade niemals, wie das Mädchen, in das er verliebt ist, in Wirklichkeit aussieht oder wer sie wirklich ist.

Selbst Halliday, der Erschaffer von OASIS, sagt: “Die Menschen müssen mehr Zeit in der realen Welt verbringen. Der einzige Ort, an dem es etwas Anständiges zum Essen gibt, ist die Realität.”

Ein Leben in der schönen Illusion oder der harten Realität?

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