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09/10/2018 06:52 CEST

Rauchende Schwangere beim "Jenke Experiment": So leidet ihr ungeborenes Kind

Der Fall zeigt, wie ernstzunehmend Nikotinsucht ist.

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Janine raucht regelmäßig, obwohl sie schwanger ist.
  • Für “Das Jenke Experiment” setzt sich Reporter Jenke von Wilmsdorff regelmäßig Extremsituationen aus – diesmal probiert er, mit dem Rauchen aufzuhören.
  • Dafür trifft er unter anderem die zweifache Mutter Janine, die trotz Schwangerschaft nicht auf Zigaretten verzichtet.

In der jüngsten Folge der RTL-Show “Das Jenke Experiment” stellt sich Reporter Jenke von Wilmsdorff seiner wohl bisher größten Herausforderung: Er versucht, nach 37 Jahren mit dem Rauchen aufzuhören

Neben skurrilen und eher unterhaltsamen als ernstzunehmenden Versuchen wie Rauchfrei-Spritzen mit Ameisenurin oder bewusstseinserweiternden Drogen in Ecuador stellt sich der Kettenraucher gegen Ende der Sendung dem Ernst der Zigarettensucht und erforscht die gesundheitlichen Konsequenzen, die sie für den Menschen haben kann.

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Dafür trifft er die 32-jährige Janine, die hochschwanger ist – und raucht.

Trotz ungeborenem Kind kann die bereits zweifache Mutter die Finger nicht von den Zigaretten lassen – und das, obwohl die Folgen für ihr Baby jetzt schon erkennbar ist: Es ist deutlich kleiner als andere Kinder in seiner Entwicklungsphase. 

“Ich kann es ihr nicht verbieten”

Auch droht Janines Kind, aufgrund der erhöhten Kohlenstoffmonoxid-Belastung ihres Körpers mit weniger Sauerstoff versorgt zu werden. Dadurch kann es zu möglichen Fehlentwicklungen und erhöhten Risiken für Krankheiten wie Krebs kommen.

Um ihren Rauch-Konsum unter Kontrolle zu behalten, nimmt Janine an einer Studie teil, die die Konsequenzen von Zigaretten auf Schwangere untersucht.

Dabei wird der Kohlenstoffmonoxid-Gehalt in ihrem Blut regelmäßig kontrolliert – liegt der Wert zwischen 0 und 3, erhält sie eine Prämie von 25 Euro wöchentlich. Dieses Mal kassiert sie die Prämie leider nicht – ihr Wert liegt bei 5.

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Janine zeigt sich besorgt bei der Vorsorgeuntersuchung.

Eigentlich will Janine mit dem Rauchen aufhören – auch um ihrer selbst Willen, denn nur so kann sie für ihre Familie da sein: “Den Kindern kann es nur gut gehen, wenn es mir gut geht.”

Ihr Partner Emanuel, der selbst nicht raucht, sieht Janines Zigarettenkonsum kritisch, zeigt sich gleichzeitig allerdings machtlos: “Im Endeffekt kann ich es ihr nicht hundert Prozent verbieten”, sagt er in der Sendung.

Kinder von Raucherinnen haben Nikotinbedarf

Janines Ärztin, Babette Ramsauer, empfiehlt jedoch, bestenfalls sofort und radikal mit dem Rauchen aufzuhören. Kinder von Raucherinnen kämen nämlich tatsächlich mit einem erhöhten Nikotinbedarf auf die Welt: “Die kommen dann in den Entzug und sind ganz unruhig”, sagt die Ärztin. 

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Immerhin kann sich Janine, die noch während der Schwangerschaft aufhören will zu rauchen, nach einer Untersuchung über gute Neuigkeiten freuen: Ihr Kind ist gewachsen, auch sind noch keine Durchblutungsstörungen in der Nabelschnur festzustellen – eine weitere mögliche Konsequenz des Zigarettenkonsums. 

Am Ende stellt Jenke jedoch fest: Janines Verhalten könne aus zweierlei Perspektiven bewertet werden

Einerseits könne man sagen, “wie verantwortungslos, wie asozial” es sei, als Schwangere zu rauchen – andererseits zeige es auch, wie stark und ernstzunehmend diese Suchterkrankung sei.

(lp)