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07/01/2019 12:57 CET | Aktualisiert 08/01/2019 12:58 CET

Raub: Mann will Profi-Kämpferin überfallen – so hat sie ihn zugerichtet

Für den Angreifer setzte es eine Tracht Prügel.

  • Ein Mann hat versucht, die junge Brasilianerin Polyana Viana auszurauben.
  • Die ist jedoch Profi-Kämpferin und wusste sich zu wehren. 
  • Im Video oben seht ihr, wie es dem Räuber nach dem Überfall erging. 

Die Brasilianerin Polyana Viana war am Samstag in Rio de Janeiro unterwegs. Sie wartete gegen acht Uhr Abends vor ihrer Wohnung auf einen Uber-Fahrer.

Plötzlich näherte sich ein Mann von hinten und schien sie mit einer Pistole zu bedrohen. Er forderte sie dazu auf, ihm ihr Handy zu geben. Das berichten mehrere US-Medien, unter anderem “USA Today”

Was er zu jenem Zeitpunkt sehr wahrscheinlich nicht wusste: Viana ist Profi-Kämpferin in der Kampfsport-Liga Ultimate Fighting Championship, kurz UFC. 

Der Räuber sagte, dass er eine Pistole hätte und stupste Viana damit an. Die 26-Jährige bemerkte jedoch, dass das, was sie an ihrem Körper spürte, für den Lauf einer Pistole zu weich war. 

Die junge Frau setzte sich zur Wehr

“Er stand sehr nah an mir dran. Ich dachte mir, dass er eh keine Zeit hätte, seine Waffe nochmal zu ziehen”, sagte sie dem News-Portal von “USA Today”.

Also schritt sie zur Tat über. 

Sie verpasste ihm zwei Schläge und einen Tritt, woraufhin der Angreifer zu Boden ging. Dann nahm sie ihn in den Würgegriff und bat einen vorbeikommenden Passanten, die Polizei zu rufen.

Als die Beamten eintrafen, stellten sie fest, dass der Räuber tatsächlich keine echte Waffe bei sich trug. Es war ein Stück ausgeschnittener Pappkarton, der wie eine Pistole geformt war. 

Angreifer musste behandelt werden

Die Polizisten mussten den Räuber zuerst in ein Krankenhaus bringen, da seine Wunden behandelt werden mussten. Hinterher nahmen sie ihn mit auf die Polizeistation. 

Ein Foto, das bei Twitter aufgetaucht ist, zeigt den vermeintlichen Angreifer nach dem Kampf: Er blutet stark aus dem Mund. 

Viana blieb trotz der Aufregung und der vermeintlichen Gefahr ruhig und sagte hinterher: “Mir geht es gut. Es war gut, dass er sich nach meinen Schlägen nicht mehr gewehrt hat. Ich glaube, er hatte Angst.”

Ob der Angreifer seine Lehre daraus zieht, ist fraglich. Laut eines Polizeiberichts war er kurz vor der Tat erst wieder auf freien Fuß gelassen worden. 

(ak)