NACHRICHTEN
12/09/2018 20:39 CEST | Aktualisiert 12/09/2018 20:40 CEST

Schwangere Frau findet Ratte im Essen – Restaurant bietet ihr Abtreibung an

Die Restaurantkette büßte fast 163 Millionen an Marktwert ein.

  • In der chinesischen Stadt Weifang hat eine schwangere Frau eine Ratte in ihrem Essen entdeckt.
  • Der Restaurantbesitzer bot ihr anschließend 20.000 Yuan (umgerechnet 2.500 Euro) an – für eine Abtreibung.
  • Im Video oben: Diese Gäste bekamen frisch gekochtes Essen in Restaurant serviert – das erwachte plötzlich wieder zu Leben.

Die Fast-Food-Kette XiabuXiabu ist in China äußerst beliebt. Im ganzen Land gibt es genau 759 Restaurants der Kette. 

Das Konzept ist simpel: Gemüse und Fleisch werden direkt am Tisch in heißer Brühe gekocht. Doch eine schwangere Frau fand etwas in ihrer Suppe, dass so nicht auf der Karte stand: eine Ratte. 

Die Zeitung “South China Morning Post” berichtete über den Vorfall. Fotos und Videos verbreiteten sich rasend auf sozialen Netzwerken:

Abstoßender Entschädigungsversuch

Noch schlimmer als der Fund war aber die angebliche Reaktion des Restaurantbesitzers.

Dieser soll der Frau gesagt haben, wenn sie sich nach dem Verzehr ihres Ekel-Essens um das Baby Sorgen mache, würde er ihr 20.000 Yuen (umgerechnet 2.500 Euro) für eine Abtreibung zahlen. 

Nachdem die Frau sich einer Untersuchung unterzogen hatte, soll das Restaurant nur noch 5.000 Yuen (ungefähr 630 Euro) geboten haben.

Eine Summe, über die der Ehemann der Geschädigten mit dem Restaurant jetzt verhandeln will. 

Das Restaurant wurde sofort geschlossen und einer Inspektion unterzogen. Bis auf ein paar Pfützen wurde allerdings nichts gefunden. 

163 Millionen Euro Verlust 

Allerdings konnten Ermittler feststellen, dass einige der Gemüsezulieferer des Restaurants nicht alle erforderlichen Qualifikationen vorweisen konnten.

Bis auf Weiteres wurde zumindest dieser Standort geschlossen. 

Der Vorfall ging auch auf wirtschaftlicher Ebene nicht spurlos an dem Konzern vorbei. Wie die “New York Times” berichtet, musste der Suppen-Gigant nach dem Zwischenfall fast 163 Millionen Euro an Marktwert an der Börse einbüßen.  

In einem öffentlichen Statement betonte die Kette, dass ihnen Hygiene und Lebensmittelsicherheit sehr am Herzen liegen würden. Sie seien gewillt, alle nötigen Maßnahmen zur Besserung einzuleiten. 

(lp)