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16/05/2018 12:47 CEST | Aktualisiert 16/05/2018 13:30 CEST

Ramadan: Lehrerverband befürchtet Probleme mit muslimischen Eltern

Der Lehrerverband befürchtet, dass die religiösen Belange einzelner Schüler alle einschränken könnten.

Florian Gaertner via Getty Images
Vom Fastengebot sind Kinder, Schwangere, alte und schwer körperlich arbeitende Menschen ausgenommen.
  • Am diesem Mittwoch hat der islamische Fastenmonat Ramadan begonnen.
  • Laut dem Deutschen Lehrerverband könnte das bei manchen muslimischen Schülern zu Problemen im Schulalltag führen. 

Nach Beobachtung des Deutschen Lehrerverbands nehmen viele muslimische Schüler das Fasten während des Ramadans “inzwischen sehr ernst”.

Gläubige Muslime verzichten vom 16. Mai bis zum 14. Juni von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und Sex. 

Der Ramadan ist für viele der geschätzt fünf Millionen Muslime in Deutschland ein wichtiger Pfeiler ihres Glaubens. Vom Fastengebot sind Kinder, Schwangere, alte und schwer körperlich arbeitende Menschen ausgenommen.

Lehrerverband: Religiöse Belange einzelner Schüler könnten alle einschränken

Das Fasten könne an Schulen, die über eine nennenswerte Schülerschaft mit Migrationshintergrund verfügten, zu Problemen im Schulalltag führen, beklagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger gegenüber “Welt Online” am Mittwoch.

Schwierig werde es dann, wenn die religiösen Belange einzelner Schüler alle einschränkten.

Dies sei etwa der Fall, wenn Eltern Druck auf die Schulleitungen ausübten, während des Fastens keine Prüfungen oder Exkursionen anzusetzen und sich deshalb die Prüfungen für alle Schüler in einem bestimmten Zeitraum häuften. “Das geht nicht”, kritisierte Meidinger.

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Im Ramadan ist Essen und Trinken erst nach Sonnenuntergang erlaubt

Der Zentralrat der Muslime betonte, in der Zeit des Verzichts solle man sich besonders für ein friedliches Miteinander einsetzen, gegen Rassismus, Ausgrenzung und Hass in der Gesellschaft eintreten.

Nach Sonnenuntergang kommen viele Muslime zum Fastenbrechen Iftar oder Nachtgebet zusammen, was in vielen Moscheegemeinden allen Interessierten offensteht.

Allein in der Zentralmoschee in Köln könnten täglich rund 1000 Besucher zum  Iftar kommen, wie die Ditib als größte Islam-Organisation in Deutschland mitteilte.

(sk)