POLITIK
30/11/2018 17:47 CET | Aktualisiert 01/12/2018 10:18 CET

Putin trifft den Saudi-Prinz bei G20: Dieser Handschlag sorgt für Entsetzen

Über was die beiden wohl so lachen?

  • Beim G20-Gipfel in Buenos Aires sind Wladimir Putin und Mohammed bin Salman aufeinander getroffen. 
  • Die ausgelassene Begrüßung der beiden umstrittenen Politiker sorgte für zahlreiche Reaktionen auf Twitter. 
  • Das Video oben zeigt, was die netten Begrüßungen des umstrittene Kronprinzen Salman beim G20-Gipfel zu bedeuten haben.

Ein breites Grinsen, die Hand hoch erhoben: Mit einem freudig zur Schau gestellten Handschlag begrüßten sich der russische Präsident Wladimir Putin und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman zu Beginn des G20-Gipfels in Buenos Aires. 

 Die beiden verstehen sich offensichtlich gut.

Ihre Begrüßung in der Manier von besten Kneipenkumpanen sorgte für zahlreiche Reaktionen in den sozialen Netzwerken. 

“Da möchte man wirklich gern Gedanken lesen und wissen, was den beiden so gute Laune bereitet”, schreibt die BR-Korrespondentin Brigit Schmeitzner. 

Für beide, Putin und bin Salman, dürften beim G20-Gipfel in Argentinien schwierige, brisante Gespräche anstehen.

Der russische Präsident steht wegen der jüngsten Eskalation vor der Krim wieder mal unter Druck, der saudische Kronprinz sieht sich noch immer Vorwürfen ausgesetzt, direkt in die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi verwickelt zu sein.

Wie die Beobachter auf den Putin-Handschlag reagieren

“Spiegel”-Journalist Mathieu von Rohr kommentiert noch spitzer: “Das Gefühl, wenn du dieselbe Leidenschaft für politische Anschläge teilst.”

“Bild”-Reporter Julian Röpcke schreibt: “Woran du merkst, dass unsere Welt echt am Arsch ist.” 

Der britische Journalist Jon Sopel twittert:

“Unwirklich. MBS und Wladimir Putin geben sich ein High Five. Sollen wir einen Bildunterschriften-Wettbewerb abhalten? Witze über Nowitschok und Knochensägen und was davon zu bevorzugen wäre, wären geschmacklos...” 

Nowitschok ist das Nervengift, mit dem russische Agenten mutmaßlich den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal angegriffen haben. Knochensägen sollen die Killer von Khashoggi benutzt haben, um die Leiche des Journalisten zu zerteilen. 

US-Journalist Spencer Ackerman hatte einen ähnlichen Gedanken wie sein britischer Kollege. Er legt Putin die Begrüßung in guter Bro-Manier in den Mund: “Knochensäge, was geht?”

Worauf er den saudischen Prinzen antworten lässt: “Ich fühle mich geschmeichelt. Du hast schon Journalisten umbringen lassen, als ich noch in der Schule war. Ich kann fast nicht fassen, dass das passiert, Bro.” 

(lp)