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01/06/2018 12:54 CEST | Aktualisiert 01/06/2018 17:59 CEST

Psychologin: Mit 3 Worten könnt ihr schlechte Angewohnheiten loswerden

Ihre Zauberformel klingt einfach – dahinter steckt jedoch eine psychologische Strategie.

stevanovicigor via Getty Images
Nägelkauen ist für viele Menschen eine schlechte Angewohnheit. 
  • Viele Menschen leiden unter ihren schlechten Angewohnheiten – doch oft ist es nicht leicht, sie loszuwerden. 
  • Psychologin Amantha Imber ist sich jedoch sicher: Man braucht dazu nur drei Worte.

Nägel kauen, im Minutentakt auf das Smartphone schauen oder ständig mit den Füßen wackeln – schlechte Angewohnheiten hat jeder Mensch. Doch damit müssen wir uns nicht abfinden, behauptet Psychologin Amantha Imber. 

Sie ist sich sicher: Wer sich nur drei Worte immer wieder selbst sagt, hat gute Chancen, jede schlechte Angewohnheit loszuwerden.

“Tu es nicht” 

Ihre Zauberformel klingt recht einfach – dahinter steckt jedoch eine psychologische Strategie. 

►  “Tu es nicht” sollen die drei Worte zum Erfolg sein. Das berichtet die britische Nachrichtenseite “Independent” und bezieht sich dabei auf die australische Nachrichtensendung “Today Show”, in der Imber über das Geheimnis gesprochen hat.

Darin erklärt sie, warum es überhaupt so schwierig ist, Angewohnheiten abzulegen: Das menschliche Gehirn verankert diese nämlich so fest, dass es sich unglaublich anstrengen müsste, um die Gewohnheiten zu durchbrechen. 

Da ist es einfacher, wieder zum üblichen Verhalten zurückzukehren.

Sagt man sich selbst jedoch immer wieder die Worte “Tu es nicht”, soll man die Kontrolle über sein Verhalten wieder zurückgewinnen. 

Auch das Gesprächsverhalten sollte sich ändern

Doch sie geht noch weiter: Wer versucht, eine Gewohnheit loszuwerden, soll auch sein Gesprächsverhalten ändern.

►  “Wenn wir statt ‘Ich darf keinen Zucker essen’, sagen, ‘Ich esse keinen Zucker’, verinnerlichen wir diesen Grundsatz und verhalten uns auch eher dementsprechend”, erklärt Imber in der Show. 

Menschen, die auf diesen kleinen grammatikalischen Unterschied achten, haben laut der Psychologin eine doppelt so große Chance, eine schlechte Gewohnheit nachhaltig abzulegen. 

Die Willenskraft sei morgens am stärksten

Aber natürlich führen mehrere Wege zum Erfolg. Auch Imber weiß, dass es genauso wichtig ist, sich gar nicht erst der Versuchung auszusetzen. 

Wenn du beispielsweise versuchst, deine Social-Media-Nutzung etwas zurückzufahren, dann lösche die Facebook-App von deinem Smartphone”, schlägt die Psychologin vor. 

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Außerdem sei unsere Willenskraft morgens am größten – wer also sein Verhalten ändern will, sollte gleich morgens damit anfangen

Mit welcher Strategie sich das Nägelkauen oder die Smartphone-Sucht am besten ablegen lässt, muss wohl jeder Mensch für sich herausfinden. Am wichtigsten ist wahrscheinlich, nicht aufzugeben und es immer wieder zu versuchen.

(ks)