LIFE
12/09/2018 15:22 CEST

Prince Harry, Johnny Depp, Leonardo DiCaprio: Samenbank bietet Sperma von Promi-Doubles an

Zwei Promis waren zu perfekt für das Unternehmen.

Tero Vesalainen via Getty Images
75.000 Babys soll das Unternehmen bereits insgesamt erzeugt haben.
  • Eine Samenbank aus den USA bietet Sperma von Promi-Doubles an.
  • Das soll den Kunden bei der Auswahl eines Spenders helfen. 

Vor allem bei Pop-Konzerten kann man sie beobachten: Junge Menschen, die Schilder hoch halten, auf denen meist der Name des Musikers steht und darunter: “Ich will ein Kind von dir!” 

Dass der Wunsch, von einem Promi geschwängert zu werden aber wesentlich verbreiteter sein könnte, als bisher gedacht, legt der Erfolg einer US-Samenbank nahe: Die “Cyrobank California” aus Los Angeles bietet ihren Kunden Sperma von Promi-Doubles an. Das berichtet die britische Boulevard-Zeitung “The Sun”.

Die Nachfrage steigt

75.000 Babys soll das Unternehmen bereits insgesamt erzeugt haben. 2009 habe das “Cyrobank California” die Idee entwickelt, um den Kunden die Auswahl eines Spenders zu erleichtern. Das Unternehmen ist das größte, das diesen Service anbietet. Die Nachfrage steigt.

In der Datenbank der Firma sind um die 600 anonyme Spender. Die Spender werden nach persönlichen Eigenschaften wie Größe, Gewicht, Bildung und Charakter ausgewählt.

Der Auswahlprozess ist hart: Nur ein Prozent der Bewerber dürfen letzten Endes ihr Sperma zur Verfügung stellen. Jedem dieser Spender ordnet die Samenbank zwei bis drei Promis zu, denen sie ähnlich sehen.

Von Prince Harry bis Bruce Lee sollen alle Promis dabei sein, die “berühmt genug sind, um sie im Netz zu finden”, heißt es auf der Internet-Seite des Unternehmens.

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“Cyrobank California” verschickt Sperma an Kinderwunschzentren in der ganzen Welt. Eine Ladung Sperma kostet knapp 800 Euro und reicht für einen Befruchtungsversuch. Bis zur erfolgreichen Befruchtung sind durchschnittlich vier Versuche nötig. 

“Nicht mal das Kind von Matt Damon sieht unbedingt so aus wie Matt Damon”

Der Vize-Pressesprecher von “California Cyrobank”, Scott Brown sagte zu “The Sun”, es gäbe keine Garantie, dass ein Baby dann tatsächlich genauso aussehe wie der ausgewählte Promi. “Nicht mal Matt Damons Kind muss unbedingt aussehen wie Matt Damon”, sagte er.

Doch das Verfahren sei trotzdem beliebt.

Ein Prominenter sei besonders gefragt. “Ben Affleck ist von Beginn an sehr beliebt.” Das läge nicht zuletzt an der oft gewünschten Kombination aus braunen Haaren und braunen Augen. 

Diese Prominenten sind zu perfekt für die Liste

Doch nicht alle Kundinnen wünschten sich die perfekte Filmstars als Väter für ihre Kinder.

“Ich hatte schon Kunden, die glaubten, dass unsere Spender Übermenschen seien, zu gut. Sie sagten, dass er ‘zu perfekt klingt’ und dass sie lieber einen normalen Typen wollten.”

Deshalb führt das Unternehmen auch einige Stars, die nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprächen, sagte Brown.

“Es gibt so viele verschiedene Präferenzen.”

Doch gegen zwei Prominente habe sich die Firma bewusst entschieden, eben weil sie so sehr gefragt seien – George Clooney und Brad Pitt.

“Sie waren das Ideal eines gut aussehenden, männlichen Promis. Deshalb haben wir uns am Tag eins schon dafür entschieden, dass wir das nicht machen”, sagte Brown.