LIFE
08/12/2018 11:22 CET

Professor betrinkt sich zehn Jahre lang, um perfektes Katermittel zu finden

Das wohl wichtigste Selbstexperiment der Neuzeit.

  • Ein kanadischer Professor hat sich zehn Jahre lang betrunken, um das ultimative Katermittel zu finden.
  • In einem Buch erklärt er nun, was hilft – und was nicht. 
  • Im Video oben seht ihr den fragwürdigen Helden und seine Geschichte. 

Man könnte fast behaupten, der kanadische Autor und Professor Shaughnessy Bishop-Stall hat seinen Körper gütig und selbstlos an die Wissenschaft gespendet. Immerhin hat er zehn Jahre damit verbracht, sich immer und immer wieder zu betrinken, um das ultimative Katermittel zu finden. 

Seine Erfolge und Misserfolge hat er nun zu einem Buch verarbeitet. Der Mann ist Schriftsteller und unterrichtet aufstrebende Autoren, hat also keine Biologen- oder Chemikerausbildung. Trotzdem denkt er, nach all den Jahren intensiver Nachforschung das Allheilmittel für Kater gefunden zu haben.

Und zwar die Aminosäure N-Acetylcystein. Der Arzneistoff soll laut dem selbsternannten Experten den Kater am schnellsten und nachhaltigsten heilen. 

Der Kater als “kosmische Strafe”

Er habe auch herausgefunden, dass Raucher am Tag nach einer Party besonders leiden würden, vor allem diejenigen, die wirklich nur rauchen, wenn sie trinken. Das habe mit der Ausweitung der Blutgefäße zu tun.

Außerdem würde es Bishop-Stalls Meinung nach helfen, sich gleich am nächsten Morgen mit viel Wasser zu umgeben, also ein Bad zu nehmen oder schwimmen zu gehen, und dann einen kleinen Konterdrink zu nehmen. 

Dabei sei es aber wichtig, seinem Körper und Geist klar zu machen, dass das nicht der Beginn der nächsten Eskalation, sondern einfach nur eine Gegenmaßnahme ist.

Wie Bishop-Stall der “Washington Post” sagte, hatte er genug davon, dass ein Kater als eine Art “kosmische Strafe” gesehen wird, und sich nie wirklich jemand wissenschaftlich mit der Erprobung eines Gegengifts auseinandergesetzt habe.

Wie wissenschaftlich seine Experimente allerdings waren, ist fraglich. 

Eher für schwere Trinker

Eine Ärztin sagte so der “New York Post”, dass das Selbstexperiment einige Mankos hat. Und die Aminosäure, die den Morgen danach erleichtern soll, wäre eher für schwere Alkoholiker geeignet, die bereits Leberschäden hätten. 

(jg)