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06/01/2019 16:45 CET | Aktualisiert 06/01/2019 20:50 CET

Produktion von Öko- und Kohlestrom 2018 laut Studie erstmals gleichauf

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Florian Gaertner via Getty Images
Deutlich über einem Drittel des 2018 in Deutschland verbrauchten Stroms kam Experten zufolge aus erneuerbaren Energiequellen.

► Die erneuerbaren Energien haben im vergangenen Jahr Experten zufolge in Deutschland erstmals so viel Strom geliefert wie Braun- und Steinkohle.

► Der Anteil von Wind, Sonne und weiteren Ökostrom-Quellen an der Gesamtproduktion lag 2018 laut der Denkfabrik Agora Energiewende bei 35,2 Prozent - die Kohle kam auf den gleichen Wert.

► Der Öko-Anteil am Stromverbrauch stieg demnach sogar auf 38,2 Prozent. Er liegt etwas höher als bei der Produktion, weil Deutschland auch im vorigen Jahr wieder Strom exportiert hat.

Was der Grund für die Entwicklung ist: 

Grund für die Entwicklung ist den Daten zufolge nicht nur ein Anstieg der Ökostrom-Menge, sondern auch ein deutlicher Rückgang bei der Stromproduktion aus Steinkohle.

Die Abnahme der Braunkohle-Verstromung nennen die Experten dagegen nur “marginal”.

Was die Studie noch über den Stand der Energiewende verrät: 

Der Energiewende-Rückblick 2018 wird am Montag in Berlin veröffentlicht, er lag der Deutschen Presse-Agentur vorab vor.

Der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) sank im vergangenen Jahr überraschend stark, nämlich um mehr als 50 Millionen Tonnen oder 5,7 Prozent. Das sei aber hauptsächlich auf den milden Winter zurückzuführen –und auf ein leicht gesunkenes Produktionsniveau bei den energieintensiven Industrien sowie hohe Preise für Diesel und Benzin.

Schon der nächste durchschnittlich kalte Winter und kleine konjunkturelle Veränderungen würden die positive Entwicklung wieder zunichte machen, warnte der Direktor von Agora Energiewende, Patrick Graichen.

(ame)