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28/08/2018 16:01 CEST

Private Einblicke: Queen verbietet Royal-Doku von 1969

So hat man die Queen zuvor noch nicht gesehen.

Hulton Archive via Getty Images
Die Queen in der Dokumentation von 1969.
  • Vor 50 Jahren stimmte Queen Elisabeth 2. einer Dokumentation über die britische Königsfamilie zu. 
  • Seitdem wurde sie nur einmal ausgestrahlt, denn die Königin möchte nicht, dass sie gezeigt wird.

1969 zeigte der britische Sender “BBC” eine zweistündige Dokumentation über die Royals. Ein Jahr zuvor hatte die Queen zugesagt, sich und ihre royaleFamilie in ihren privaten Momenten filmen zu lassen.

40 Millionen Menschen haben die Dokumentation damals geschaut, heißt es in einem Bericht der britischen Tageszeitung “Daily Mail”. In einer aktuellen Dokumentation über die Geschichte der royalen Familie, verrieten Experten, warum die Queen sich weigert, die Aufnahmen von 1969 erneut auszustrahlen.

Dokumentation für das gute Image

In der damaligen Dokumentation sahen die Zuschauer erstmals ihre Königin beim Frühstück und beim Smalltalk mit dem früheren US-Präsidenten Richard Nixon. Sie erzählte Anekdoten über ihre Ururgroßmutter Queen Victoria. 

Das erste und das letzte Mal zeigte BBC die Dokumentation 1969. “Die Royals haben festgestellt, dass sie sich selbst herabsetzen, wenn sie solche Momente öfter preisgeben. Die Magie wäre raus”, erklärte der Historiker Robert Lacey.

“Es würde die Türen zu deren Privatleben öffnen. Alle Boulevardzeitungen hätten großes Interesse würden immer mehr Informationen verlangen wollen”, sagte Hugo Vickers, ein royaler Biograf.

Ursprünglich habe Lord Brabourne, ein Filmproduzent und Mitglied der Königsfamilie 1968 die Queen überredet, den Film überhaupt erst machen zu lassen, obwohl ihre eigene Mutter strikt dagegen gewesen sei.

Laut Bericht glaubte er, die Royals könnten von der Dokumentation profitieren und ihr Ansehen bei der britischen Bevölkerung verbessern. Die Familie sollte als modern und gebildet dargestellt werden. Deshalb sollte vor allen Dingen das Privatleben der Familie gefilmt werden. 

Herausgeschnittene Szenen 

Ein Jahr lang wurde auf verschiedensten Anwesen der Royals gedreht. 43 Stunden Material wurden dabei eingefangen. Ein 105 Minuten langer Film ist am Ende daraus entstanden. 

Viel musste herausgeschnitten werden. Bereits zur damaligen Zeit war Prinzgemahl Philip für sein loses Mundwerk bekannt. Schimpfwörter wurden deshalb herausgeschnitten. 

Die Kommentare über seinen Schwiegervater King George 6. seien jedoch geblieben. “Er hatte sehr komische Angewohnheiten”, habe Philip gesagt. “Manchmal dachte ich, er sei verrückt.”

Der Queen selbst habe man immer nachgesagt, sie trage kein Geld bei sich. Jedoch habe sie in der Dokumentation ihrem vierjährigen Sohn Edward Süßigkeiten in einem Laden gekauft. 

Mirrorpix via Getty Images
Die Queen und Prinz Philipp in einem Privatjet

Dokumentation unter Verschluss

Die Queen habe sich laut Bericht Gedanken gemacht, dass die Berichterstattung sich nach Ausstrahlung des Films drastisch ändern würde. 

Viele hätten den Royals ihre Bodenständigkeit nicht abgekauft und so wäre die Queen und ihre Familie im Film Zuschauern sehr unsympathisch rübergekommen. 

Seit 1969 bekam die Bevölkerung den Film deshalb nur das eine Mal zu sehen. 2011 sei der Film laut Bericht in einer Ausstellung im Buckingham Palace abgespielt worden. Allerdings sei nur ein 90 Sekunden langer Clip gezeigt worden. 

Der Film und 38 Stunden ungenutztes Material werden im royalen Archiv in Windsor aufbewahrt und selbst den seriösesten Historikern nur selten zur Verfügung gestellt.

 

(glm)