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11/06/2018 14:29 CEST | Aktualisiert 01/08/2018 14:09 CEST

Herzogin Kate wird kritisiert – wegen Prinz Georges Spielzeug

"Jemand hätte sagen sollen, dass das NICHT OK ist.”

  • Am Sonntag besuchten Herzogin Kate, Prinz George und seine Schwester Charlotte ein Poloturnier von Prinz William.
  • Prinz Georges Spielzeug wurde jetzt zum Mittelpunkt einer hitzigen Diskussion im Netz. 
  • Im Video oben seht ihr, wie der kleine Prinz seiner Mutter eine Spielzeugwaffe ins Gesicht hält. 

Am Sonntag nahm Prinz William an einem Poloturnier im britischen Gloucestershire teil. Das sportliche Event trat jedoch für viele Royalfans in den Hintergrund. Während Prinz William auf dem Pferd saß, spielten Prinz George und Prinzessin Charlotte auf einer Wiese unter der Aufsicht von Herzogin Kate – und die Familie zog die ganze Aufmerksamkeit auf sich.

Auf Bildern zeigt sich die Familie ausgelassen und gelöst. Doch die Fotos zeigen auch, wie Prinz George mit anderen Kindern mit Spielzeugpistolen spielt. Auf einem der Bilder zielt er dabei auch auf seine Mutter. 

Auf Twitter wird jetzt hitzig diskutiert

Dass der Junge mit einer Spielzeugpistole hantiert, spaltet die Gemeinde des Kurznachrichtendienstes Twitter. Die Nutzerin Elegant Royals, die auf ihrem Twitterprofil News über europäische Royals zusammenfasst und kommentiert schreibt:

“Das war die einzige Enttäuschung an den heutigen Fotos des Poloturniers. Ich verstehe Spielzeugpistolen einfach nicht – warum spielt man mit Dingen, die man niemals benutzen sollte? Kate sollte dafür nicht allein beschuldigt werden, weil wir nicht wissen, wem die Pistolen gehören, aber jemand hätte sagen sollen, dass das NICHT OK ist.

Auch andere Nutzer schließen sich ihrer Kritik an. “Das ist kein Witz. Manche Menschen sterben, weil ihre Kinder denken, eine richtige Waffe wäre ein Spielzeug,” schreibt Nutzerin Just Juliette zu den Bildern. 

England hat ein Problem mit Waffengewalt

Auch die Twitter Nutzerin Adrina Price ist alles andere als begeistert von dem Spielzeug des Jungen. Sie schreibt in einem Post: “Traurig George mit einer Waffen spielen zu sehen, wenn das ganze Land ein Pistolen/Messer-Verbrechens-Problem hat.”

Sie habe gedacht er sei ein sensibles Kind und fände es besser, wenn er mit einem Auto oder Ball spielen würde. Aber, so endet ihr Post: “Leider werden die Royals sich niemals ändern.”  

Tatsächlich ist die Anzahl der Verbrechen in England dieses Jahr rapide angestiegen. Laut einem Bericht der britischen Zeitung “The Independent”, kommt es im Durchschnitt zu 60 Raubüberfällen täglich. 

Von Januar bis April habe Scotland Yard einen deutlichen Anstieg der Gewalttaten im Vergleich Vorjahreszeitraum beobachtet. Verbrechen, die mit einem Messer verübt werden, seien um 18 Prozent gestiegen. Noch größer ist der Anstieg bei Morden, rund 25 Prozent, und Überfällen, 30 Prozent.

Viele Nutzer sehen kein Problem

Doch viele Nutzer sahen die Sache auch anders. Prinz George sei ein Junge wie jeder andere und die spielten eben mit Spielzeugpistolen, heißt es von denen.

Zudem argumentierten einige Nutzer, dass die königliche Familie gerne jage, Prinz George also generell in einem Umfeld aufwachse, in dem Waffen etwas Gewöhnliches seien. 

► Unter diesen Nutzern herrscht vor allem Unverständnis über die Aufregung.

Doch die Nutzerin Deesa Roberts aus den USA erklärt, warum Teile der Twittergemeinde auf diese Fotos so vehement reagierten. 

“Das ist der Grund, warum das Bild von Prinz George mit einer Spielzeugpistole ein Trigger für uns ist. Schwarze Mütter in den USA müssen ihren Söhnen beibringen mit nichts zu spielen, was ein Polizist für eine Waffe halten könnte (Spielzeugwaffe, Handy etc.) Ihr Leben hängt davon ab.

Eine weitere Mutter berichtet von ihrem eigenen Unbehagen darüber, dass ihre zwei Söhne mit Spielzeugwaffen spielen wollen. Obwohl sie alles dagegen getan habe, wären die Jungen Feuer und Flamme für Spielzeugpistolen gewesen, sobald sie sie gesehen hätten.

“Ich sehe es jetzt als einen Weg, ihnen Sicherheit im Umgang mit Waffen beizubringen: Ziele damit auf niemanden und gehe immer mit ihnen um, als seien sie geladen... mit Vorsicht.” 

Unten im Video seht ihr, wie Herzogin Kate und Prinz William mit ihrem dritten Kind eine jahrzentelange Tradition brechen.

(ks)