POLITIK
21/02/2018 08:37 CET | Aktualisiert 21/02/2018 08:57 CET

Amoklauf in Florida: Dieses Bild sollte Donald Trump den Schlaf rauben

“Wenn es wieder ein Massaker gibt, wird es Ihre Schuld sein.”

Colin Hackley / Reuters
Schülerinnen brachen in Tränen aus.
  • Florida verschärft die Waffengesetze auch nach dem tödlichsten Amoklauf der US-Geschichte nicht
  • Die Reaktionen überlebender Schüler geht jetzt um die Welt

Und es ändert sich wieder nichts. 

Mit 71:36 Stimmen hat das Parlament von Florida eine Verschärfung des Waffenrechts abgelehnt. Nach dem Schul-Massaker in Parkland hatten nicht nur die Schüler der Marjory Stoneman Douglas High School auf einen so bitter nötigen Kurswechsel gehofft.

Doch sie wurden enttäuscht. Auf der Zuschauertribüne des Parlaments brachen zuhörende Schüler bei Verkündung des Abstimmungsergebnisses in Tränen aus.

Colin Hackley / Reuters
Die Schüler wurden bitterlich enttäuscht.

Laut dem US-Sender CNN sagte die 16-jährige Sheryl Acquaroli an die Abgeordneten gerichtet: “Wenn es wieder ein Massaker gibt, wird es Ihre Schuld sein.”

Trump will Schüler treffen

Präsident Donald Trump kündigte indes an, sich mit den Schülern treffen zu wollen.

Doch das wird wohl einmal mehr eine PR-Veranstaltung für den US-Präsidenten. Da dieser weiter hinter der Waffenlobby steht und nur minimale Einschränkungen verspricht, ist von dem Zusammenkommen nichts Substantielles zu erwarten.

Icon Sportswire via Getty Images
Demonstranten in Portland.

Das Massaker war bereits 18. Schulschießerei in den USA allein in diesem Jahr. Das bedeutet: Alle 60 Stunden kommt es in einer US-Schule zu einer Schießerei. 

Mehr als 11.000 Menschen wurden 2016 im ganzen Land erschossen. In den letzten 477 Tagen fanden in den USA 521 Massenschießereien statt.

Das sich Jetzt etwas ändert, der Zugang zu Waffen erschwert wird, darauf deutet nichts hin.

Denn so absurd dieser Vorgang auch erscheint, in den USA ist er Teil einer traurigen Logik: Sobald ein Massenmörder mehrere Menschen niederschießt, werden keine Gesetze gegen das Tragen von Waffen erlassen – sondern dafür.

(mf)