POLITIK
29/11/2018 06:38 CET | Aktualisiert 29/11/2018 07:18 CET

"Merkel hat uns schon einmal gerettet": Poroschenko fordert Hilfe der Kanzlerin

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Michele Tantussi via Getty Images
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

► Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat die Nato-Staaten um Unterstützung im Konflikt mit Russland gebeten und Marine-Schiffe für das Asowsche Meer gefordert.

► Poroschenko setzt in der jüngsten Zuspitzung der Krim-Krise insbesondere auf Bundeskanzlerin Angela Merkel, wie er im Interview mit der “Bild” deutlich machte:

Kanzlerin Merkel ist eine große Freundin der Ukraine. Im Jahr 2015 hat sie durch Ihre Verhandlungen in Minsk schon einmal unser Land gerettet, wir hoffen darauf, dass sie uns zusammen mit unseren anderen Alliierten noch einmal so sehr unterstützt.”

► Poroschenko sagte der Zeitung, dass die Welt “mit einer Stimme sprechen” müsse. Es müsse “sofort weitere Sanktionen angesichts der unglaublichen russischen Aggression” geben. 

Das sagt Poroschenko über Putin:

Der russische Präsident Wladimir Putin wolle nichts anderes als das Meer okkupieren, sagte Poroschenko der Zeitung.

Die einzige Sprache, die dieser verstehe, sei die Geschlossenheit der westlichen Welt: “Wir können diese aggressive Politik Russlands nicht hinnehmen, erst war es die Krim, dann die Ost-Ukraine, jetzt will er das Asowsche Meer.”

Poroschenko forderte, dass Putin die 24 gefangen genommenen ukrainischen Soldaten sofort freilässt und das Meer für den internationalen Schiffsverkehr freimacht.

Es seien schließlich nicht nur ukrainische Handelsschiffe – auch drei deutsche Schiffe hingen dort fest. Auch Deutschland müsse sich daher fragen: “Was wird Putin als nächstes tun, wenn wir ihn nicht stoppen?” 

Was ihr über die Krim-Krise wissen müsst:

Am vergangenen Sonntag ging die russische Marine auf der Straße von Kertsch, den Gewässern zwischen russischem Festland und der Krim, aggressiv gegen ukrainische Schiffe vor. Mehrere Menschen wurden dabei verletzt.

Wegen mehrerer Ramm-Aktionen gegen ukrainische Schiffe und Schüssen verhängte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko daraufhin am Montag das Kriegsrecht.

(mf)