POLITIK
20/07/2018 19:12 CEST | Aktualisiert 21/07/2018 11:16 CEST

Schweigegeld-Affäre: FBI soll in Besitz von brisanten Trump-Tonbändern sein

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BRENDAN SMIALOWSKI via Getty Images
Oh! Oh! Unheil für Trump im Anmarsch.

► Das FBI hat laut einem Bericht der “New York Times” Tonaufnahmen, auf denen US-Präsident Donald Trumpmögliche Schweigegeld-Zahlungen an ein Playboy-Model diskutiert.

► Die Aufnahmen sollen von einer Razzia im Büro von Trumps persönlichem Anwalt Michael Cohen stammen. 

► In diesem Fall geht es um eine angebliche Affäre Trumps mit dem Playmate des Jahres 1998, Karen McDougal, während seiner Ehe mit Melania Trump. Die Angelegenheit aus dem Jahr 2006 erinnert an mögliche Schweigegeldzahlungen wegen der angeblichen Affäre Trumps mit der US-Pornodarstellerin Stormy Daniels.

Was ihr über die Porno-Affäre wissen müsst: 

Trump bestreitet die Affäre mit McDougal und mit Daniels. Er dementierte in der Vergangenheit auch zunächst, von einer Schweigegeld-Zahlung gewusst zu haben, sagte dann aber, er habe von einem “Deal” mit Daniels gewusst. 

Cohen hat Daniels laut eigenen Aussagen 130.000 US-Dollar aus eigener Tasche gezahlt, damit sie mit ihrer Geschichte nicht an die Öffentlichkeit geht. 

Zwei Punkte machen die Affäre um Schweigegeld-Zahlungen für Trump brisant: 

► Anwalt Cohen ist Ziel intensiver Ermittlungen. Das FBI wirft ihm Geldwäsche und Bankbetrug vor. 

► Sollte Schweigegeld aus Konten von Trumps Wahlkampforganisation bezahlt worden sein, würde das den Strafbestand der illegalen Wahlkampfunterstützung erfüllen.  

Was ihr noch wissen müsst: 

Trumps Anwalt Rudolph Giuliani bestätigte laut “New York Times” am Freitag, dass Trump mit Cohen über Zahlungen gesprochen – aber letztendlich sei kein Geld geflossen. Der Mitschnitt sei keine zwei Minuten lang und zeige, dass der Präsident nichts Verbotenes getan habe.

Trump habe Cohen lediglich gesagt, dass er besser einen Scheck ausstellen solle als Bargeld zu senden – falls es zu einer Zahlung kommen sollte. 

Hinweis:In einer früheren Fassung des Artikels hieß es fälschlicherweise, Trump spreche auf dem Tonband über Zahlungen an Stormy Daniels.