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19/04/2018 13:43 CEST | Aktualisiert 19/04/2018 13:43 CEST

Pollen-Attacke im Auto

Foto: A.T.U/akz

Frühlingszeit ist Heuschnupfenzeit: tränende Augen, ständiges Schnäuzen und heftige Niesanfälle sind nicht nur eine Qual für die Betroffenen – am Steuer eines Fahrzeugs stellen Heuschnupfengeplagte eine ernst zu nehmende Gefahr für sich und andere dar. Das muss nicht sein! Vom täglichen Parken bis zum jährlichen Pollenfilterwechsel können Allergiker viel dafür tun, ihr Leiden zumindest im eigenen Wagen deutlich zu lindern. Hier sind Tipps für einen beschwerdefreien Autofrühling:

Wer unter Heuschnupfen leidet, sollte den Kontakt mit den allergieauslösenden Pollen vermeiden. Im eigenen Auto ist das relativ einfach möglich. Allerdings nur, wenn der Pollenfilter im Fahrzeug richtig funktioniert. Ohne die Filterfunktion des Pollenfilters werden Blütenpollen, Feinstaub, Dieselruß sowie Schimmelsporen über das Gebläse direkt in den Innenraum geblasen. Fahrzeuge mit Klimaanlage verfügen bereits ab Werk über einen Standard-Pollenfilter. Bei Bedarf kann dieser gegen einen wesentlich leistungsstärkeren Aktivkohlefilter ausgetauscht werden. Beide Filtertypen haben jedoch nur eine begrenzte Lebensdauer. Allergologen empfiehlen, den Pollenfilter einmal pro Jahr zu wechseln. Wenn er sich mit Partikeln zusetzt, verliert der Filter nicht nur seine Schutzfunktion, sondern kann auch zur Brutstätte für Schimmelpilze und Bakterien werden.

Was allergiegeplagte Autofahrer sonst noch tun können, um das Fahrzeuginnere möglichst pollenfrei zu halten: Fenster und Türen stets nur kurz öffnen, Jacken und Mäntel im Kofferraum verstauen und die Haare am besten täglich waschen. Bei der Parkplatzwahl ist die Tiefgarage oder betonierte Fläche dem idyllischen Stellplatz unter blühenden Bäumen vorzuziehen. Außerdem ist es ratsam, alle Flächen und Ablagen im Innenraum regelmäßig feucht abzuwischen und Polster, Teppiche sowie Fußmatten gründlich abzusaugen.

Zum Schutz vor Blütenstaub und Lichtreizen sollte der Fahrer auch stets eine Sonnenbrille griffbereit halten. Wer trotz aller Vorsicht weiter unter heftigen Niesattacken am Steuer leidet, weicht während der Pollenflugzeit besser auf öffentliche Verkehrsmittel aus. Die Gefahr, das Lenkrad zu verreißen oder durch reflexartiges Schließen der Augen längere Strecken im Blindflug zurückzulegen, ist dann zu groß.