LIFESTYLE
09/06/2018 10:39 CEST | Aktualisiert 09/06/2018 11:22 CEST

Polizist hält Autofahrer an – dann merken beide, dass sie etwas verbindet

Er bedankte sich sofort bei dem Mann.

  • Ein Streifenpolizist hat einen Mann auf der Straße angehalten, weil die Scheiben des Wagens verdunkelt waren. 
  • Es stellte sich heraus, dass dieser Mann vor 27 Jahren half, den Polizisten auf die Welt zu bringen. 
  • Oben im Video seht ihr einen ebenso emotionalen Vorfall: Polizist leuchtet nachts in ein Auto – als er die Familie darin liegen sieht, handelt er sofort.

Anstatt mit einem Strafzettel ist eine Polizeikontrolle im US-amerikanischen Bundesstaat New Jersey vergangene Woche mit einem Handschlag geendet. 

Der Streifenpolizist Michael Patterson hat am 1. Juni einen Autofahrer wegen verdunkelter Scheiben an seinem Wagen angehalten. Die beiden seien ins Gespräch gekommen, wie es in einem Facebook-Post der New Jersey State Police heißt.

Der Autofahrer, den Patterson anhielt, sagte, sein Name sei Matthew Bailly und er sei ein Polizist aus Piscataway im Ruhestand. 

Der 27-jährige Patterson erzählte dann, dass er in der Gemeinde Piscataway aufgewachsen sei. Er nannte auch die Straße, in der er damals mit seiner Familie wohnte.

Bailly konnte sich noch gut an die Straße erinnern. Denn er habe dort vor 27 Jahren geholfen, ein Baby auf die Welt zu bringen, wie dem Polizisten dann sagte. 

Damals sei er noch ein ganz junger Polizist gewesen. Bailly beschrieb anschließend auch noch das Haus – und sagte, er erinnere sich auch noch an den Namen des Jungen: Michael habe er geheißen. 

“Danke, dass sie mich auf die Welt gebracht haben”

Als Patterson das gehört habe, habe er seine Hand ausgestreckt und gesagt: “Mein Name ist Michael Patterson, Sir. Danke, dass Sie mich auf die Welt gebracht haben”. 

Ein wundersames Treffen auf der Straße also. “Wir sind nicht sicher, wie niedrig die Chancen sind, dass das passierte”, kommentiert die Polizei in New Jersey die Begegnung. 

Und das ist die Geschichte von Bailly und Patterson:

Am 5. Oktober 1991 sei Bailly vier Jahre ein Polizist gewesen, schreibt die New Jersey State Police. Pattersons Mutter sei beim Einkaufen gewesen, als sie Wehen bekommen habe. Ihr Mann habe sie ins Haus tragen müssen und die Polizei gerufen. Weil es die Frau nicht mehr rechtzeitig ins Krankenhaus geschafft habe, folgte Bailly den Anweisungen des Arztes am Telefon und brachte so das Baby zur Welt. 

Patterson und seine Mutter besuchten Bailly und seine Frau, nach dem sich die beiden wieder gesehen hatten. Beide wollten auch, dass ihre Geschichte öffentlich wird. Schließlich bekomme man als Polizist nicht immer die Chance, so einen Moment mit jemandem zu haben, dem man einmal half, heißt es im Post der New Jersey State Police. 

(ll)