ELTERN
18/05/2018 12:05 CEST | Aktualisiert 18/05/2018 14:31 CEST

Polizei stoppt Paar – dann fällt der Blick der Beamten auf den Rücksitz

Weil sie so nervös waren, schauten die Polizisten genauer hin.

RyanJLane via Getty Images
Die Beamten fingen an, das Paar zu befragen. (Symbolbild)
  • Eine Frau hat ihrem Mann gesagt, dass ihr Kind gestorben ist – dabei verschenkte sie es an Freunde. 
  • Jetzt kämpft der Mann um das Sorgerecht des Kindes.

Im Januar bekam der amerikanische Soldat Steven Garcia, der zu dem Zeitpunkt in Seoul stationiert war, eine Nachricht von seiner Schwester: Seine Frau hat eine Tochter zur Welt gebracht – doch das Baby ist während der Geburt gestorben. Das berichtet die Nachrichtenplattform Daily Mail.

“Als mich meine Schwester anrief, wurde ich sehr emotional”, sagte der Soldat gegenüber dem amerikanischen Nachrichtensender News 4. “Wir weinten lange zusammen am Telefon. Es hat mir den Boden unter den Füßen weg gezogen.”

Was der Soldat zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Sein Kind lebte und es war kein Mädchen, sondern ein Junge. 

Die Mutter Marina Garcia hatte den Sohn an Freunde des Ehepaars abgegeben, Leslie und Alex Hernandez. Ihrem Mann hatte sie erzählt, dass das Kind gestorben sei. 

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Sie fälschten die Geburtsurkunde

Die Lüge flog wenige Tage nach der Geburt des Jungen auf. Während einer Straßenkontrolle in Arizona hielt ein Polizist Leslie und Alex Hernandez an, da sie zu schnell fuhren. Sie waren mit dem Baby auf ihrem Heimweg nach Texas, berichtet die “Daily Mail”.

Ihm fiel auf, dass das Paar sehr nervös war, darum fing er an sie zu befragen, erzählte er den Ermittlern des Falls. 

So fand er heraus, dass sie nicht die biologischen Eltern des Jungen waren, der zu diesem Zeitpunkt erst drei Tage alt war.

Später gab Alex Hernandez zu, dass er die Geburtsurkunde als angeblich leiblicher Vater unterzeichnete – damit er und seine Frau das Kind mitnehmen können, berichtet News 4.

Die Beiden wurden nun wegen Urkundenfälschung schuldig gesprochen und wurden zu vier Jahren Bewährung verurteilt.

Es gibt keine Beweise für ein Geldgeschäft

Verwandte von Marina Garcia nannten den Jungen Leo – und sie behaupten offenbar auch, dass sie das Kind verkauft habe.

Doch ein Richter sagte gegenüber “News 4”, dass es keine Beweise für ein Geldgeschäft gäbe.

Marina Garcia selbst bekennt sich selbst für schuldig und wird kommenden Monat vor Gericht stehen. Die Staatsanwaltschaft empfehle offenbar einen Freiheitsentzug. 

“Das Einzige, was Marina im Sinn hatte, war das Kind loszuwerden”, sagte ein Polizeisprecher. Allerdings fragen sich die Ermittler des Falls, was passiert wäre, wenn Alex und Leslie Hernandez nicht bereit gewesen wären, das Kind zu nehmen: “Welche Person aus dem Internet wäre als nächstes dran gewesen?”

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Er ging davon aus, dass Leo sein Sohn ist

Leo wurde vorerst in eine Pflegeunterbringung gegeben. Doch der Streit um das Kind fängt gerade erst an. Der Polizei sagte Marina Garcia, dass sie nicht weiß, wer Leos Vater ist – aber es wäre auf keinen Fall Steven Garcia.

Der Soldat war geschockt. Er erzählte den Polizisten, dass er das letze Mal mit seiner Frau im Mai 2017 schlief, bevor er nach Süd Korea ging. Darum war er sich eigentlich sicher, dass es sein Kind ist.

“Als ich das heraus fand, wollte ich das einfach nicht glauben. Ich konnte einfach nicht verstehen, was gerade passiert”, erzählt Steven Garcia News 4. Inzwischen hat er auch schon die Scheidung von Marina Garcia eingereicht.

Garcia ist selbst ein Adoptivkind

Er musste inzwischen schon tausende Dollar ausgeben um von Südkorea nach Arizona zu fliegen, damit er Leo besuchen kann – das Sorgerecht hat er allerdings noch nicht bekommen.

Es ist dem Soldat egal, ob Leo sein leiblicher Sohn ist oder nicht. Er selbst wurde auch adoptiert: “Mein Adoptivvater hat mein Leben komplett verändert. Ohne ihn wäre ich nicht, wo ich jetzt bin”, sagte er gegenüber News 4.

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Steven Garcias Cousin hat inzwischen einen Spendenaufruf über GoFundMe gestartet, denn durch die Flüge haben sich bei Garcia eine Menge Schulden angesammelt.

Mit den Spenden sollen die Reise- und Gerichtskosten gedeckt werden.

Wenn ihr Steven Garcia unterstützen wollt, könnt ihr ihm hier helfen:

(kap)