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01/01/2018 18:33 CET | Aktualisiert 01/01/2018 18:37 CET

Politik- und Polizei-Vertreter äußern sich geschockt über Silvester-Gewalt

“Wer Rettungskräfte attackiert, greift unseren Rechtsstaat und die Demokratie an.”

dpa
Menschen feiern am 01.01.2018 in Leipzig (Sachsen) das neue Jahr an einer Kreuzung im Stadtteil Connewitz.

Nach gewalttätigen Ausschreitungen gegen  Feuerwehrleute, Polizisten und Sanitäter in der Silvesternacht in Leipzig, Bremen und Berlin äußern sich Polizeigewerkschaft und Politiker bestürzt.

Das ist passiert:

► In Leipzig warfen in der Nacht 40 bis 50 Menschen Flaschen, Steine und Böller auf Polizeibeamte und Dienstfahrzeuge. Auch in Bremen wurden Polizisten mit Raketen beschossen.  In Berlin kam es zu Angriffen auf Feuerwehrbeamte mit mehreren Verletzten.

► Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sprach in der “Welt” von “lebensbedrohlichen Ausmaßen”. 

► “Wer Rettungskräfte attackiert, greift unseren Rechtsstaat und die Demokratie an”, sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Sachsens neuer Innenminister Roland Wöller (CDU) der Zeitung.

Darum ist es wichtig:

Nach den Ausschreitungen und sexuellen Übergriffen in Köln in den vergangenen Jahren stand das Silvesterfest in diesem Jahr unter besonderer medialer Beobachtung. 

Die Polizei sprach in den meisten Städten nur von vereinzelten Störungen. Dennoch sind die Berichte über Gewalt gegen Beamte alarmierend.

Was ihr noch wissen solltet:

Bundesweit nimmt die Gewalt gegen Polizeibeamte zu.

Ein neuer Bericht des Bundeskriminalamtes zählte für das Jahr 2016 im Bundesgebiet 36.755 versuchte und vollendete Fälle von Gewalttaten gegen Polizeibeamte. Das waren fast 10 Prozent mehr Straftaten als im Vorjahr.