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05/01/2019 09:39 CET | Aktualisiert 07/01/2019 09:32 CET

Polizei ermittelt: Frau liegt seit 14 Jahren im Wachkoma und bekommt Baby

Die Polizei geht von einem sexuellen Übergriff aus.

  • Vor 14 Jahren hatte eine Frau einen Unfall und befindet sich seither in einem vegetativen Zustand in einer entsprechenden Einrichtung.
  • Vor einem Monat bekam sie ein Kind – die Polizei geht von einem Verbrechen aus und ermittelt.
  • Im Video oben seht ihr einen weiteren Missbrauchsfall in einer Pflegeeinrichtung: Enkel fällt auf, dass sich sein Großvater merkwürdig verhält - also installiert er eine Kamera in der Wohnung.

Die Polizei in Phoenix in dem US-Bundesstaat Arizona ermittelt in einem höchst sensiblen Fall. Eine Frau, die bereits seit 14 Jahren in einer privaten Pflegeeinrichtung in einem Wachkoma liegt, hat Ende Dezember ein gesundes Kind zur Welt gebracht. Die Polizei geht davon aus, dass die Frau Opfer eines sexuellen Missbrauchs wurde und im Zuge dessen schwanger wurde. Die “New York Times” berichtete am Freitag über den Fall.

Die Frau befindet sich seit 14 Jahren in dieser Einrichtung. Sie soll damals fast ertrunken sein und befindet sich seither in einem vegetativen Zustand oder auch Wachkoma genannt. Bei dieser Form des Komas zeigt der Mensch bestimmte Reflexe und Bewegungen, jedoch kein Bewusstsein.

Frau im Wachkoma soll sexuell missbraucht worden sein

Wie der amerikanische Sender “News Channel 9” berichtet, sollen die Ärzte und Pfleger der Einrichtung nichts von der Schwangerschaft bemerkt haben. Erst, als die Frau anfing zu stöhnen, bemerkte eine Krankenschwester, dass etwas nicht stimmte. Sie brachte letztendlich das Kind zur Welt – einen vollkommen gesunden Jungen.

David Leibowitz, Sprecher der Organisation Hacienda HealthCare, sagte der “New York Times”, dass die Organisation bereits eine “umfassende interne Überprüfung” begonnen habe. Er sagte weiter:

“Wir sind uns kürzlich eines zutiefst beunruhigenden Vorfalls bewusst geworden, der die Gesundheit und Sicherheit eines Bewohners der Hacienda HealthCare betrifft. (...) Wir werden in dieser Angelegenheit uneingeschränkt mit der Strafverfolgung und allen relevanten Aufsichtsbehörden zusammenarbeiten.”

Organisation stand in der Vergangenheit schon in der Kritik

Bereits 2013 war eine Einrichtung der Hacienda HealthCare unter Beschuss geraten, wie die Zeitung schreibt.

Das Arizona Department of Health Services fand damals heraus, dass ein männlicher Mitarbeiter der Einrichtung einige Patienten misshandelt hatte, indem er sexuell eindeutige Bemerkungen über sie machte. So soll der Mann einem Patienten einen “guten Morgen” zugesichert haben, weil sein eigener Penis erregt war.

2017 gaben einige Patienten an, dass sie in der Einrichtung keine Privatsphäre hätten. Beim Duschen und Waschen könnten Mitarbeiter einfach in dem Duschraum ein und ausgehen.

(ame)