POLITIK
09/03/2018 10:54 CET

Pöbelnde Männergruppen: Hamburger Polizei reagiert mit drastischer Maßnahme

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen.

ullstein bild via Getty Images
Der Fußweg entlang der Binnenalster am Neuen Jungfernstieg auf der Höhe des Hotels 'Vier Jahreszeiten.
  • Gruppen von bis zu 500 Jugendlichen sorgen immer wieder für Ärger in der Hamburger Innenstadt
  • Jetzt greift die Polizei durch

Die Polizei Hamburg hat Mitte der Woche gegen elf Personen langfristige Aufenthaltsverbote für den Bereich der Binnenalster erteilt und Gefährderansprachen mit den betreffenden Personen durchgeführt.

► Sie reagiert damit auf die sich seit einiger Zeit zuspitzende Lage in der Innenstadt. 

Insbesondere an den Wochenenden treffen sich dort wetterabhängig bis zu 500 vorwiegend Jugendliche beziehungsweise Heranwachsende, die aus dem gesamten Hamburger Stadtgebiet beziehungsweise dem Hamburger Umland anreisen, berichtet die Polizei. 

Messerattacke auf einen Jugendlichen

Hier kam es in der Vergangenheit wiederholt zu einem sehr aggressiven Verhalten sowohl innerhalb der Gruppen als auch gegenüber Polizeibeamten.

► Zuletzt gab es am 17. Februar eine Auseinandersetzung im Bereich Ballindamm, in deren Verlauf ein 18-jähriger Mann durch einen Stich in den Rücken schwer verletzt wurde.

► Kurze Zeit später kam es im Bereich Alsteranleger zu einer größeren Auseinandersetzung zwischen mehreren syrischen und afghanischen Jugendlichen beziehungsweise Heranwachsenden.

Zur Verhinderung weiterer Straftaten und zur Verhinderung einer weiteren Etablierung dieser Gruppen in dem Bereich wurden langfristige Aufenthaltsverbote (bis zum 31. Mai 2018) für den Bereich rund um die Binnenalster gegen elf aus Syrien, dem Irak und Afghanistan stammende junge Männer verhängt.

Auch Strafzahlungen sind angedacht

Polizeisprecher Timo Zill sagte zu den getroffenen Maßnahmen: “Wir haben diese Gruppe der jungen Erwachsenen im Blick. Wir werden Straftaten konsequent verfolgen und weiterhin wachsam vor Ort sein.”

Und auch eine weitere Maßnahme plant die Hamburger Polizei, die durchaus ungewöhnlich ist, aber die in der Vergangenheit bei Intensivtätern zum Erfolg führte, wie die “Welt” berichtet: Wer trotz Platzverweis an dem Ort auftaucht, muss ein Zwangsgeld zahlen. 

(ll)