POLITIK
24/08/2018 17:28 CEST | Aktualisiert 25/08/2018 07:58 CEST

Pegida-Skandal: Polizei Sachsen räumt Fehlverhalten gegenüber ZDF-Team ein

Top-News To Go.

SEBASTIAN KAHNERT via Getty Images
Pegida-Demonstranten am 16. August in Dresden.

► Mehr als eine Woche nach dem umstrittenen Vorgehen der Polizei gegen ZDF-Journalisten bei einer Pegida-Demonstration in Dresden hat sich die Polizei entschuldigt. 

► Dresdens Polizeipräsident habe sich am Freitagnachmittag bei einem Treffen mit Vertretern des ZDF für die “Art und Weise der polizeilichen Maßnahme” entschuldigt, heißt es in einer Mitteilung des Senders. Das ZDF sprach von einem “offenen Gespräch”.

► Zugleich habe die Polizei eingeräumt, dass das ZDF-Team viel zu lange festgehalten worden war. Der Vorgang solle seitens der Polizei gründlich nachgearbeitet werden und die bisherige Darstellung korrigiert werden.

Darum ist die Entschuldigung der Polizei wichtig:

Bei der Demonstration am vergangenen Donnerstag hatten Polizeibeamte einen Kameramann und einen Reporter 45 Minuten festgehalten, die Anti-Merkel-Proteste für die ZDF-Sendung “Frontal 21” filmten

Vor allem der Sender selbst wie auch zahlreiche Medienorganisationen und Journalistenverbände hatten das Vorgehen der Polizei als Eingriff in die Pressefreiheit verurteilt. 

Bei dem Treffen zwischen ZDF und der Dresdner Polizei hätten sich beide Seiten nun dazu bekannt, dass die in den 1990er Jahren von der Innenministerkonferenz und den Medien beschlossenen “Verhaltensgrundsätze für Presse/Rundfunk und Polizei” zu beachten sind.

Danach ist es die Pflicht der Polizei, auch bei Demonstrationen die Medien bei ihrer Informationsgewinnung zu unterstützen

(jg)