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13/03/2018 21:13 CET | Aktualisiert 13/03/2018 21:13 CET

PARTYNEXTDOOR im Hamburger Docks - Die etwas lahme Show

I.Lovric
PARTYNEXTDOOR

Nach der ziemlich enttäuschenden Leistung von US Rapper Tyga am vergangenen Donnerstag im Hamburger Docks (eine auf den Punkt gebrachte Review von Alisa Pflug gibt es hier), lag am darauf folgenden Tag mein Hoffnung, ganz auf den aus Toronto stammenden Grammy Nominee PARTYNEXTDOOR.

Der erfolgreiche Sänger, Songwriter und Produzent katapultierte sich mit seinem gleichnamigen Debüt-Mixtape und der Hitsingle “Over Here” feat. Drake an die Spitze der Musikwelt. Seither kollaborierte er mit Musikgrößen wie Future, Drake, Travis Scott oder Rihanna und verdiente sich seine erste Nummer-Eins-Platzierung in den Billboard Charts als Komponist für Rihannas Hit-Single “Work”.

Der Kanadier kam im Rahmen seiner “Infinite Tour” für drei Gigs nach Deutschland. Doch bevor es losging heizte zunächst Jessie Reyez dem gut besuchten Docks ordentlich ein. Die 27-Jährige Kanadierin aus Toronto mit kolumbianischen Wurzeln, präsentierte hauptsächlich Songs aus ihrem Album “Kiddo” . Die etwas zierlich wirkende Jessie, ist alles andere als zierlich und haute mit ihrer kräftigen Stimme das Publikum, mit Songs wie “Fuck it” oder “Gatekeeper”, ordentlich vom Hocker.

Ihre Show ging eine gute Dreiviertel Stunde und heizte nicht nur alle auf, sondern machte auch Lust auf mehr von ihr in Zukunft zu hören.

Nach weiteren zwanzig Minuten des Umbaus auf der Bühne, kam dann endlich PARTYNEXTDOOR auf die Bühne.

Er wirkte ziemlich verwirrt und apathisch und spielte den ersten Song nur “an”, um dann gleich wieder für 5 Min. hinter der Bühne zu verschwinden. Die Band spielte regungslos weiter und vermittelte somit das Gefühl, dass der Abgang zur Show gehörte. Nun gut - Als er dann wieder kam, gab er einiges aus seinem Repertoire zu Besten, unter anderem Songs wie “Recognize” oder “Not Nice” um dann anschließend wieder für 5 Min. hinter der Bühne zu verschwinden. Seine Band spielte solange weiter und belästigte das Publikum mit einem schlechten “California Love” Cover von 2Pac. Zu seinem Hit“Run Up” hatte er dann wieder die volle Aufmerksamkeit des Publikums.

Als PARTY dann wieder die Bühne beehrte, ging es ziemlich unspektakulär bis hin zu gelangweilt weiter. Keine Interaktion mit dem Publikum, schlaffes herumlaufen von Links nach Rechts, Songs die nur bis zur Hälfte gespielt wurden, aber der Oberhammer war das Playback, das in jedem Song mitlief und viel zu laut war. Zum Schluß wurden dann nochmal DJ Kahled’s “Wild Thoughts” zum Besten gegeben, warum auch immer, und nach knapp 60 Min. war auch schon alles vorbei.

Alles in allem eine eher ernüchternde Performance.