LIFE
13/10/2018 12:46 CEST | Aktualisiert 13/10/2018 15:39 CEST

Englisches Paar betrinkt sich während Flitterwochen und kauft Hotel

"Wir dachten es sei eine brillante Idee, vor allem, weil wir so betrunken waren."

  • Ein Paar aus London hat einen Teil seiner Flitterwochen auf Sri Lanka verbracht.
  • Eines Abends hatten beide einige Drinks zu viel und kauften kurzerhand das Hotel.
  • Im Video oben: 100-Euro-Regel – so geht man am besten im Urlaub mit Geld um. 

Nachrichten an den Ex-Partner oder geklaute Straßenschilder – nicht auf alle Entscheidungen, die man betrunken trifft, ist man am nächsten Tag zwingend stolz.

Auch, dass man im Rausch gerne mal den Blick über die Finanzen verliert, dürfte für viele nicht neu sein. Ein Paar aus London hat die Messlatte für alle Betrunkenen dieser Welt jetzt jedoch ganz schön hoch gelegt: Nach 12 Drinks haben die frisch vermählten kurzerhand ein Hotel gekauft.

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Das Paar hat nach einigen Drinks einen ungewöhnlichen Kauf getätigt.

12 Gläser Rum 

Wie die britische Zeitung “Mirror” berichtete, waren Gina Lyons und Mark Lee auf einem dreimonatigen Backpacking-Trip in Asien unterwegs. Einer der Stopps auf ihrer Flitterwochen-Reise war Sri Lanka. Dort checkten sie in einem kleinen Strandhotel in der Stadt Tangalle ein und verstanden sich auf Anhieb gut mit dem Personal.

So gut, dass sie eines Abends alle gemeinsam ein wenig zu tief ins Rumglas schauten. Nach dem 12. Drink erklärten die Angestellten, dass der Pachtvertrag des Hotels bald auslaufen würde. Das Paar entschloss sich spontan, die Pacht von 34.189 Euro für die nächsten drei Jahre zu übernehmen.

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Das Hotel

“Wir dachten es sei eine brillante Idee, vor allem, weil wir so betrunken waren”, sagte Lyons dem “Mirror”. Dementsprechend professionell liefen anschließend auch die Kaufverhandlungen, die teilweise in einer anderen Sprache geführt wurden.

Das Paar brauchte also zudem noch Freunde, die für sie übersetzten. “Wir haben das meiste des Gesprächs gar nicht verstanden. Also haben wir einfach weitergetrunken”, sagte Lyons.

“Sie dachten, wir seien Idioten”

Kurz nachdem sie den Vertrag abgeschlossen hatten, fanden die beiden aber heraus, dass sie Eltern werden. “Unsere Freunde und Familie dachten, wir seien Idioten. Wir hatten noch viele Schulden von der Hochzeit und wir leben in einem winzigen Apartment. Und dann erfuhren wir auch noch, dass wir ein Kind erwarten”, sagte die werdende Mutter.

Die beiden erklärten, dass sie sich unfassbar unvernünftig fühlten, aber nur zwei Möglichkeiten hatten: Aufgeben oder alles daran setzen, das Geschäft wirklich ins Rollen zu bringen.

Nachdem sie noch einmal ungefähr 6.900 Euro in die Renovierungsarbeiten gesteckt hatten, eröffneten sie also diesen Sommer ihr kleines Hotel. Und das hat sich offenbar bezahlt gemacht: Die beiden berichteten, dass ihre Unterkunft ständig gut besucht sei, trotzdem wollen sie die nächsten großen Entscheidungen lieber nüchtern treffen.

(nr / jkl)