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08/07/2018 08:55 CEST | Aktualisiert 08/07/2018 11:36 CEST

Özils Vater rechnet mit DFB ab und erklärt Erdogan-Foto

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Im Video oben: Khedira über die Position der DFB-Nationalelf gegenüber der Erdogan-Affäre.

► Mustafa Özil, Vater und ehemaliger Berater des deutschen Nationalspielers Mesut Özil, hat seinem Sohn im “Bild”-Interview einen Rücktritt aus der DFB-Elf nahegelegt. Die jüngsten Aussagen des Teammanagers Oliver Bierhoff seien eine Frechheit.

► Mustafa Özil sagte: “Wenn ich an seiner Stelle wäre, würde ich sagen: Schönen Dank, aber das war es! Dafür ist die Kränkung dann doch zu groß. Und wer weiß denn, was beim nächsten Spiel ist? An Mesuts Stelle würde ich zurücktreten.”

► Das umstrittene Foto von Özil und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan erklärt der Ex-Spielerberater mit der Höflichkeit seines Sohnes. Der Fußballer sei “ein schüchterner Mensch, fast scheu”. Den Wunsch Erdogans abzulehnen “hätte Mesut als extrem unhöflich empfunden.”

Das hätte sich Vater Özil vom DFB gewünscht:

Der Vater des in die Kritik geratenen Arsenal-Stars kritisiert das Krisenmanagement des DFB als “nicht professionell”.

Er hätte sich gewünscht, “dass sie zusammen mit den Spielern (nach dem Erdogan-Bild, d. Red.) eine Strategie entwickeln und dann meinetwegen mit einem gemeinsamen Interview oder einer Pressekonferenz an die Öffentlichkeit gehen.”

Was er zur Stimmung im Land sagt:

Die Heftigkeit der Debatte habe ihn überrascht.

Özil glaubt: “Es gibt leider in der deutschen Bevölkerung immer noch Menschen, die Vorbehalte und Vorurteile gegenüber uns Türkischstämmigen haben.” Die Flüchtlingskrise habe das Klima im Land noch einmal verändert.

Er klagt: “Das trifft auch Leute wie uns, die seit Jahrzehnten hier sind, die sich voll integriert haben.”