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23/07/2018 09:19 CEST | Aktualisiert 23/07/2018 10:07 CEST

Özil-Rücktritt: Jetzt äußert sich Uli Hoeneß – und rechnet brutal ab

Der Bayern-Präsident polterte in schlechtester Stammtischmanier über den Ex-Nationalspieler.

  • Uli Hoeneß hat sich zum Rücktritt von Mesut Özil aus der Nationalmannschaft geäußert. 
  • Der Präsident des FC Bayern München rechnete in einer Wutrede mit dem deutschen Spielmacher ab. 

Das hatte noch gefehlt. 

Mesut Özil ist zurückgetreten – und jetzt meldet sich zu diesem Rücktritt ausgerechnet Uli Hoeneß zu Wort. Ein Mann, der sich als moralische Instanz versteht. Obwohl er es selbst mit der Moral nicht so genau nimmt. Oder dem Gesetz

Dennoch: Hoeneß hat sich laut der “Welt” am Montag bei der Abreise seines FC Bayern zum Trainingslager in die USA zum Fall Özil geäußert. 

Und das – natürlich – auf polterndem Stammtisch-Niveau. 

Hoeneß über Özil: “Hat seit Jahren einen Dreck gespielt”

Er sei froh, dass der “Spuk” um Özil nun vorbei sei, sagte Hoeneß laut der “Welt”. 

“Mesut Özil hat seit Jahren einen Dreck gespielt”, zitierte ihn die Zeitung. “Den letzten Zweikampf hat er vor der WM 2014 gewonnen. Und jetzt versteckt er sich und seine Mist-Leistung hinter diesem Foto.“ 

Gemeint war das Foto Özils mit dem türkischen Autokraten Recep Tayyip Erdogan. Für dieses hatte sich der Ex-Nationalspieler in seiner Rücktrittserklärung nicht entschuldigt. Vielmehr hatte er den Umgang des DFB mit ihm und rassistische Attacken auf ihn als Rücktrittsgrund genannt. 

Der neue Fußball heiße, Zweikämpfe gewinnen und am Gegner vorbeikommen, zitiert der Münchner “Merkur” Hoeneß: Wann ist der Özil das letzte Mal am Gegner vorbeigekommen?”

Der Bayern-Funktionär nannte Özil zudem einen “Alibi-Kicker”. 

Hoeneß spricht von katastrophaler Entwicklung in Deutschland – und meint nicht den aufkeimenden Rassismus

“Ein Neuanfang ohne ihn ist das Beste, was passieren kann”, sagte Hoeneß. “Er hat nur gegen San Marino geglänzt. Und jetzt sollen Löw, Bierhoff und Grindel Schuld sein?

Eine Einschätzung, die sportlich nicht stimmt, wie Özils Leistungsbilanz aus den vergangenen Jahren in der Nationalmannschaft zeigt: 91 Spiele für die Nationalmannschaft. 23 Tore. 40 Torvorlagen, ein Weltmeister-Titel. Hoeneß scheint das egal. 

Er warf Özil vor, sich in den sozialen Medien als besser darzustellen, als er wirklich sei.  

“Seine 35 Millionen Follower-Boys – die es natürlich in der wirklichen Welt nicht gibt – kümmern sich darum, dass Özil überragend gespielt hat, wenn er einen Querpass an den Mann bringt“, sagte Hoeneß.

Diese Entwicklung in unserem Land sei eine Katastrophe.

“Man muss es mal wieder auf das reduzieren, was es ist: Sport”, sage Hoeneß. “Und sportlich hat Özil seit Jahren nichts in der Nationalmannschaft verloren.“

Der Grünen-Politiker Özcan Mutlu reagierte auf Twitter empört auf Hoeneß′ Attacken auf Özil. “Noch einer der beweist, dass Mesut Özil mit jedem Wort zu Rassismus absolut recht hat! (...) Diese Herren sollten lieber den Mund halten.” 

(lp)