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23/10/2018 13:55 CEST | Aktualisiert 23/10/2018 15:06 CEST

Glücksspiel: Mann verzockt 2,5 Millionen Euro – jetzt bekommt er alles zurück

Ein Gutachten bestätigte, dass der Mann durch eine Spielsucht geschäftsunfähig gewesen war.

Cylonphoto via Getty Images
Ein spielsüchtiger Mann verklagte einen Spielautomaten-Betreiber. (Symbolbild)
  • In Österreich hat ein Mann 2,5 Millionen Euro für Glücksspiele verzockt.
  • Nach einem aktuellen Gerichtsurteil soll er die Summe nun aber wieder zurück bekommen.

Ein Österreicher hat von 2002 bis 2012 über zwei Millionen Euro an Glücksspielautomaten verloren.

Daraufhin verklagte der spielsüchtige Mann dann den Automaten-Betreiber. 

Vergangenen Montag fiel das Urteil: Dem Österreicher werden 2,5 Millionen Euro plus Zinsen zugesprochen – also all das Geld, was er verzockt hatte.

Der Mann sei laut Gutachten geschäftsunfähig

Ein psychiatrisch-neurologisches Sachverständigen-Gutachten bestätigte, dass der Spielsüchtige seinem Drang nicht widerstehen konnte. Deshalb sei er während der Zeit, als er das Geld ausgab, nicht geschäftsfähig gewesen, da ihn die Spielsucht beeinträchtigte. 

Laut Gerichtsurteil stehe ihm nun ein Anspruch auf Rückabwicklung der getätigten Einsätze zu. Außerdem ging das Gericht davon aus, dass der Spielautomaten-Betreiber gegen das Glücksspiel-Gesetz verstoßen hat. 

Die Spielautomaten hätten demnach pro Spiel zu viel Geld ausgespuckt und auch zu hohe Einsätze von den Spielern verlangt. Dies sei ein Eingriff in das Glücksspiel-Recht des Bundes.

Der Anwalt des Automaten-Betreibers wollte das Urteil offenbar nicht auf sich sitzen lassen und legte nun Berufung ein. 

(nmi)