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14/03/2018 20:13 CET

Ostern: Warum das Osterfest keinen festen Termin hat

Der Zeitpunkt ist nicht willkürlich und hat nicht unbedingt direkt etwas mit Fasching zu tun.

AleksandarNakic via Getty Images
Woher die Ideen zum Osterfest kommen, wissen große und kleine Eiersucher vermutlich nicht.
  • Das Oster-Datum orientiert sich am Mond
  • Gibt es den Osterhasen nur, weil Hühner nicht malen können?
  • Eier sammelten sich in der Fastenzeit an und wurden verschenkt

 Mit Ostern verknüpft man viel: Eier, Hasen, die Auferstehung Jesu - aber kein fixes Datum. Denn anders als Weihnachten orientiert sich das Osterfest nicht an unserem Kalender, sondern nach dem Mond.

Daher fällt im Jahr 2018 Ostern auch auf den 1. April, Ostermontag auf den Tag danach und Karfreitag auf den 30. März. Aber warum ist das so?

Wie wurde der Zeitpunkt für Ostern festgelegt?

Erste Christen feierten früher jeden Sonntag die Auferstehung ihres Heilands. Es ist der Wochentag, an dem die Frauen der Bibel nach Christus leeres Grab entdeckt haben.

Inspiriert vom jüdischen Pessachfest (das zur Erinnerung an den Auszug Ägyptens gefeiert wird) entwickelte sich daraus in den darauffolgenden Jahrhunderten ein wiederkehrendes jährliches Fest daraus. Das schreibt die Seite “Die-Bibel.de”.

Dieser Bezugspunkt ist bis heute spürbar: Wie die jüdischen Feste wird auch der Ostertermin an den Mondphasen ausgelegt. Seit einer Entscheidung im Jahr 325 findet Ostern nun an dem Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling statt - also zwischen dem 22. März und dem 25. April in dem weltweit verbreiteten gregorianischen Kalender. Einem Kalender, der sich eher an der Sonne orientiert.

Woher stammt der Begriff “Ostern”?

Woher der Begriff Ostern stammt, ist nicht ganz klar. Eine Erklärung besagt, dass “Ostara” die germanische Göttin der Morgenröte gewesen sein. Ihr zu Ehren zu es dem Opferbrauch gegeben haben, wonach Eier vergraben, verschenkt und gegessen werden. Experten bezweifeln jedoch, dass es diese Gottheit in der Mythologie überhaupt gegeben hat. Das schreibt “Kirche & Theologie im Web”.

Eine andere Theorie ist demzufolge, dass die christliche Osterwoche albae paschales genannt worden war, um auf die österlich weißen Kleider der Neugetauften zu verweisen. Die Kurzform von albae wird als Plural von albaverstanden. Dieses Wort wurde im Althochdeutschen mit eostarum, also Morgenröte, übersetzt.

Welche Bedeutung haben Lamm und Ei?

Nicht die einzige Symbolik, die mit dem Osterfest verbunden werden kann: Das Pessachlamm symbolisiert Christus, der den Tod und die Sünde nach Johannes überwunden hat. Das schreibt die christliche Seite.

Christen sehen in dem Ei ein Bild der Schöpfung und Auferstehung. An sich ist diese christliche Betrachtung auch gar nicht so entfernt von der älteren Bedeutung: Das Ei symbolisiert demnach das Leben und die Fruchtbarkeit. Woher der Ostereierbrauch jedoch kommt, ist “Wissen.de” zufolge nicht bekannt.

Jedoch gibt es eine Überlegung, wonach das Ei als Ostergeschenk wohl einst eher praktischen Überlegungen folgte. Das berichtet “Planet Wissen”: Denn da die Kirche in der Fastenzeit auch den Verzehr von Ei untersagte, sammelten sich im Mittelalter die Hühnerprodukte an.

Um sie für die Zeit nach dem Fasten haltbar zu machen, wurden sie gekocht. Bauern bezahlten damit ihren Pachtzins und die übrigen wurden verziert und vom Pfarrer geweiht verschenkt, heißt es auf der Wissensseite.

Und wieso gibt es den Osterhasen?

Und dann wäre da natürlich noch der Osterhase. Seit rund 300 Jahren hoppelt Meister Lampe durch das Osterfest. Wieso ist unklar.

Hasen sind der Bibel-Seite zufolge jedoch ein Symbol für Heiden, die nach ihrer Bekehrung zu Ostern früher getauft worden waren. Aber der Kinder-Seite “Religion-entdecken.de” zufolge wurden Hasen einst wie das Osterlamm als Opfer dargebracht worden sind.

Eine andere Theorie: Schweizer sollen den Kindern das Märchen vom Osterhasen erzählt haben. Grund: Die Kinder hatten den Hühnern nicht das Bemalen und Verstecken der Eier zugetraut, schreibt die Kinder-Wissensseite.

Mit Ostern verknüpft man viel: Eier, Hasen, die Auferstehung Jesu - aber kein fixes Datum. Denn anders als Weihnachten orientiert sich das Osterfest nicht an unserem Kalender, sondern nach dem Mond.