NACHRICHTEN
24/05/2018 10:42 CEST

München: Oma nimmt Spielzeug aus der Tasche – dann rückt die Polizei an

Sie wollte ihrem Enkel eigentlich nur etwas Gutes tun.

  • Eine 65-Jährige Frau hat S-Bahn-Fahrgäste verängstigt, weil sie sich eine Waffe unter den Arm geklemmt hatte.
  • Die Polizei stellte jedoch schnell fest, dass es eine Plastikwaffe war und verhängte ein Bußgeld von 100 Euro.

Eigentlich ist es süß, tragisch und skurril zugleich: Eine 65-jährige Frau aus Germering habe ihrem Enkelkind lediglich in der S-Bahn ein Bonbon geben wollen. Das klingt eigentlich nicht überraschend. So kümmern sich Omas eben liebevoll um den Nachwuchs. Doch dann habe sie einigen Mitfahrern einen großen Schock verpasst. Das berichtet die Polizei.

Um in ihrer Tasche Platz zu schaffen, habe die Frau eine täuschend echt aussehende Spielzeugpistole hervorgeholt und sich unter den Arm geklemmt. 

Frau wird entwaffnet und verhaftet

Bundespolizei
Diese Waffe klemmte sich die 65-Jährige unter ihren Arm. 

Wie aus dem Bericht der Bundespolizei München hervorgeht, hätten zwei Teenager die ältere Frau beobachtet und ein Handy-Video gemacht. Sie seien beunruhigt gewesen, dass eine Frau in der S8 Richtung Flughafen mit einer Pistole unter ihrem Arm sitze. 

Daher haben die beiden 15- und 17-Jährigen den Fahrer über die Sprechanlage des Zugs informiert. 

Dieser habe sofort die Polizei alarmiert.

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Zum Großauftakt mit Actionfilm-Nuance sei es dann am Hauptbahnhof München gekommen: Der Zug wurde laut Bericht gestoppt, die Beamten konnten die Frau durch das Video-Material schnell finden und haben sie “entwaffnet” und “festgenommen”

Die Polizei hätte dann schnell feststellen können, dass es sich um eine Plastikwaffe gehandelt habe, die jedoch wie eine richtige Pistole wirkte. 

Das Abenteuer endete schließlich für die ältere Frau und ihre vier Begleiter, darunter ihre beiden Enkelkinder, auf der Polizeistation. Für ihre Fake-Pistole musste die 65-Jährige ein Bußgeld von 100 Euro bezahlen. 

(ks)