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24/09/2018 16:26 CEST | Aktualisiert 24/09/2018 16:26 CEST

Oktoberfest 2018 – Ein Prosit der Gemütlichkeit

40 geschlossene Gondeln - 2 auch für Rollstuhlfahrer geeignet !
Das Riesenrad auf dem Oktoberfest in München

Das hätten sich Kronprinz Ludwig und seine Therese 1810 sicher nicht träumen lassen. Auf ein Pferderennen, das anlässlich ihrer Verlobung ausgetragen wurde, geht das Oktoberfest in München zurück.

Heute kommen mehrere Millionen Besucher aus aller Welt und es wird ein Umsatz in Höhe von einer Milliarde Euro generiert. Egal ob Japaner, Amerikaner, Australier oder Norddeutscher, viele kommen in Tracht. Dirndl und Lederhose bestimmen das Bild der „Wiesn“. Schön anzuschauen und gerne fotografiert sind auch die Pferdegespanne der Brauereien, die mit ihren großen Bierfässern ein historisches Flair verbreiten, das natürlich nichts mit der Gegenwart zu tun hat. 6 Millionen Liter Bier könnten auf diese Weise nicht mehr in die Festzelte gebracht werden.

Mehr als 6 Millionen Besucher pro Jahr
Weiß-blauer Himmel über dem Oktoberfest in München

Wochenende und schönes Wetter sorgen dafür, dass die Theresienwiese bereits am späten Vormittag mit einem Meer von Menschen gefüllt ist und die ersten Zelte Schilder mit „Wegen Überfüllung geschlossen“ zeigen.

Aber man kann dem großen Trubel durchaus entgehen und das Oktoberfest etwas intimer genießen.

Hier einige Insidertipps dazu:

Starten sie ihren Oktoberfestbesuch schon am frühen Vormittag. Beginnen Sie mit einem Frühstück im Cafe‘ Guglhupf. Süß oder deftig? Hier kann das Oktoberfest entweder im Drehcafe‘ oder im neu gestalteten Almgarten mit der „Griabig Schick Bar“ beginnen.

Wiesn Chef Josef Schmid mit Marc Eisenbarth
Cafe Guglhupf mit der "Griabig Schick Bar"

Bevor die Wartezeiten am Riesenrad zu lang werden – nur ein kurzer Fußweg dorthin. Das Oktoberfest kann mit einem der größten mobilen Riesenräder Europas aufwarten. 40 historisch anmutende 6er-Gondeln (davon 2 sogar für Rollstuhlfahrer geeignet) bringen die Besucher in schwindelerregende Höhe (ca. 50 Meter). Hier bietet sich ein phantastischer Ausblick über die gesamte Festwiese und einen großen Teil der Stadt München. Herrscht der bekannte Föhn sind sogar die Alpen zu sehen. Die mittlerweile mit Menschen überfüllte Theresienwiese, die Festzelte, die Frauentürme und die Bavaria können von oben bewundert – und natürlich fotografiert werden. Praktischerweise gibt es mehrere kurze Stopps, selbstverständlich auch auf dem höchsten Punkt. Wer es romantischer liebt, macht diese Fahrt zum Sonnenuntergang – dann allerdings mit längeren Wartezeiten.

Hier ist das Oktoberfest noch ursprünglich
Blick von der "Oidn Wiesn" zum Riesenrad

Direkt neben dem Riesenrad führt der Weg dann zur „Oidn Wiesn“. Auf einem abgetrennten Areal findet man nostalgische Volksfestattraktionen, historische Fahrgeschäfte und bayrisches Brauchtum. Alles ist hier etwas kleiner, gemütlicher und weniger schrill. Die Festzelte, die natürlich auch hier nicht fehlen dürfen tragen Namen wie „Herzkasperl Festzelt“, „Festzelt Tradition“ und „Zur Schönheitskönigin“. Auch die Fahrpreise sind hier „kleiner“ (familienfreundlich). Alle Fahrgeschäfte können für einen Euro ausprobiert werden.

Der Predator als neues Fahrgeschäft auf der Wiesn
Manche lieben es "wild" - Adrenalin pur

Soll es doch etwas wilder sein? Dieses Jahr feiert der „Predator“ auf dem Oktoberfest seine Premiere. Hier erlebt man Adrenalin pur. Zehn Gondeln montiert an zwei hydraulisch hochfahrenden Masten, drehen sich bis in 15 Meter Höhe und überschlagen sich, bis die Fahrgäste schließlich kopfüber sind. Die moderne LED-Beleuchtung sorgt dafür, dass diese Wiesn-Neuheit mit seiner Lichtshow abends ein echter Hingucker ist. Ellen Jilg, Dipl.-Wipäd. (Univ.)