POLITIK
18/12/2018 07:30 CET | Aktualisiert 18/12/2018 14:47 CET

Bericht um "NSU 2.0": Skandal um Frankfurter Polizei weitet sich aus

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dpa
Bericht um "NSU 2.0": Skandal um Frankfurter Polizei weitet sich aus

► Bei Ermittlungen gegen die Frankfurter Polizei wegen des Verdachts auf Rechtsextreme Netzwerke soll eine weitere Dienststelle durchsucht worden sein. Das berichtet die “Frankfurter Allgemeine Zeitung”.

► Diese befindet sich laut dem Bericht im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Es gebe zudem noch weitere Verdachtsfälle in anderen Präsidien, wo Polizisten mit “rechtsradikalem Gedankengut” aufgefallen sein sollen.

► In einer polizeiinternen Überprüfung werde jetzt untersucht, ob sich der Verdacht auf Volksverhetzung bei einer Gruppe von Polizisten erhärtet, die zuletzt für Schlagzeilen sorgte. Sie sollen eine Staatsanwältin bedroht haben. Eine eingesetzte Arbeitsgruppe im Landeskriminalamt prüfe dafür alle aufkeimenden Verdachtsfälle in ganz Hessen.

Warum die Nachricht wichtig ist: Bericht um "NSU 2.0": Skandal um Frankfurter Polizei weitet sich

Stimmt der Bericht der “FAZ”, weitet sich der Skandal um die rechtsradikale Zelle in der Frankfurter Polizei weiter aus. Das LKA ermittelt gegen Polizisten, die in einem Gruppenchat rechtsextreme Inhalte ausgetauscht haben sollen. Es laufe ein Verfahren gegen mehrere Beamte.

Es gehe um Volksverhetzung und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Die Beamten hätten sich über einen Messengerdienst gegenseitig Bilder, Videos und Texte zugeschickt, die möglicherweise beleidigend und fremdenfeindlich waren.

Was ihr noch über den Skandal um die Frankfurter Polizei wissen müsst: Bericht um "NSU 2.0": Skandal um Frankfurter Polizei weitet sich

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sich besorgt über den Fall der Frankfurter Polizisten gezeigt. “Das ist eine sehr ernste Geschichte. Da muss man sehr sorgfältig drangehen. Und ich gehe davon aus, dass das sehr intensiv und umfassend aufgeklärt wird”, sagte Bouffier am Montag vor einer Sitzung des CDU-Präsidiums in Berlin. 

Die Gewerkschaft der Polizei zeigte sich erschüttert. Bundesvorsitzender Oliver Malchow sprach am Montag von “skandalösen Taten” und forderte “das kompromisslose Entfernen aus dem Polizeidienst”, falls sich die Vorwürfe bestätigen.

(ben)