POLITIK
27/08/2018 08:10 CEST

Pistorius kritisiert Rassismus in DFB-Elf: "Ausdrücke dürfen niemals fallen"

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Ronny Hartmann via Getty Images
Boris Pistorius bei der Verleihung des Julius-Hirsch-Preises durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB). 

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat die Verwendung von rassistischen Begriffen innerhalb der deutschen Fußball-Nationalmannschaft deutlich kritisiert. 

► Der “Spiegel” hatte berichtet, dass sich die Nationalspieler im Kader für die WM in Russland gegenseitig als “Kanaken” und “Kartoffeln” bezeichnet hätten. 

► Pistorius sagte dazu der “Bild”-Zeitung: 

“Nationalspieler, die sich gegenseitig so bezeichnen, geben ein schlechtes Vorbild ab für die vielen Jugendlichen auf deutschen Sportplätzen und die Fans in den Stadien. Selbst wenn es scherzhaft gemeint gewesen sein sollte, dürfen solche Ausdrücke niemals fallen.” 

Welche Konsequenzen Pistorius vom DFB fordert: 

“Ich erwarte, dass der DFB die Vorkommnisse aufarbeitet und auch etwas unternimmt gegen die offenbar vorhandene Grüppchenbildung im Team”, sagte Pistorius der “Bild”. 

Wie sich weitere Politiker über die rassistischen Äußerungen in der DFB-Elf äußerten: 

Stephan Mayer, CSU-Politiker und Staatssekretär im Bundesinnenministerium, sagte der “Bild”: “Die Nationalspieler müssen mit Sicherheit keine persönlichen Freunde sein, aber derartige Grüppchenbildungen sind für den gemeinsamen Erfolg mit Sicherheit nicht förderlich.”

► Der ehemalige Grünen-Chef Cem Özdemir sagte der Zeitung: “Für unsere Nationalmannschaft gilt wie für alle: Entscheidend ist nicht, wo du herkommst, sondern wo du hinwillst und was du auf dem Platz leistest.“

(ll)